Stadtrat: Ab Januar werden die Tarife um 25 Prozent gesenkt.

Über niedrigere Beiträge freuen sich bald nicht nur die Ratinger Kindergartenkinder, sondern vor allem ihre Eltern.
Über niedrigere Beiträge freuen sich bald nicht nur die Ratinger Kindergartenkinder, sondern vor allem ihre Eltern.

Über niedrigere Beiträge freuen sich bald nicht nur die Ratinger Kindergartenkinder, sondern vor allem ihre Eltern.

Pierre-Claude Hohn

Über niedrigere Beiträge freuen sich bald nicht nur die Ratinger Kindergartenkinder, sondern vor allem ihre Eltern.

Ratingen. Gute Nachricht für alle Eltern von Kindergartenkindern: Zum 1. Januar 2011 werden die Beiträge um 25 Prozent gesenkt (für 25 Stunden wöchentlich), außerdem gibt es eine neue Beitragsstaffelung, die für mehr Gerechtigkeit sorgen soll.

Zudem werden Familien mit einem Jahreseinkommen unter 30 000 Euro von der Beitragszahlung für U3- und Ü3-Betreuung befreit. Das beschloss der Stadtrat auf Antrag der SPD. Jährliche Zusatzkosten für die Stadt: rund 625 000 Euro. Im Durchschnitt wird jedes beitragspflichtige Kinder um etwa 260 Euro im Jahr entlastet.

Bürger-Union wollte eine 50-prozentige Reduzierung

Angesichts der angespannten und sich weiter verschärfenden Finanzlage wollte die CDU die Entscheidung in die Haushaltsberatungen vertagen, die FDP hielt Entlastungen derzeit überhaupt nicht für finanzierbar, die Grünen nannten die Reduzierung halbherzig, weil die Betreuung der Unterdreijährigen nicht ermäßigt werde.

Der Bürger-Union (BU) ging die Entlastung nicht weit genug: Sie hatte einen Nachlass von 50 Prozent auf die Kindergartenbeiträge gefordert (für 25 Stunden Betreuung) - und zwar rückwirkend seit 1. August. Die BU verteidigte die Mehrkosten von knapp einer Million Euro jährlich auch damit, dass die neue Landesregierung angekündigt habe, das dritte Kindergartenjahr generell freizustellen.

Auch Bürgermeister Harald Birkenkamp forderte: "Solange wir den Haushalt ausgleichen können, müssen wir die unterstützen, die unsere Stadt voranbringen: junge Familien." CDU-Finanzexperte Gerold Fahr konterte: "Wir wollen nicht, dass Eltern Vergünstigungen bekommen, die ihre Kinder zurückzahlen müssen."

Stadtkämmerer Klaus-Konrad Pesch hatte zuvor auf die kritische Finanzlage der Stadt hingewiesen.

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