Aus Ratingen und Wuppertal kommen die Ratinale-Gewinner in diesem Jahr.

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Lächeln auf dem roten Teppich: die Wuppertaler Preisträger Kevin Dieckmann und Steffen Uhlmann (vorne links und rechts) mit Ratinale-Organisator Johannes Maas vom Lux (hinten links), Schauspieler und Jury-Mitglied Rolf Berg (Mitte) und dem Ratinger Gewinner Fabian Mönch.

Lächeln auf dem roten Teppich: die Wuppertaler Preisträger Kevin Dieckmann und Steffen Uhlmann (vorne links und rechts) mit Ratinale-Organisator Johannes Maas vom Lux (hinten links), Schauspieler und Jury-Mitglied Rolf Berg (Mitte) und dem Ratinger Gewinner Fabian Mönch.

Anna Schwartz

Lächeln auf dem roten Teppich: die Wuppertaler Preisträger Kevin Dieckmann und Steffen Uhlmann (vorne links und rechts) mit Ratinale-Organisator Johannes Maas vom Lux (hinten links), Schauspieler und Jury-Mitglied Rolf Berg (Mitte) und dem Ratinger Gewinner Fabian Mönch.

Ratingen. Ein knallroter Teppich, große Plakate neben der Eingangstüre und ein überdimensionaler Metalllöwe waren am Freitagabend die Blickfänger vor dem Kino 1+2. "Was ist denn hier los?", fragten viele Passanten neugierig.

Einen roten Teppich kennt man schließlich nur von den großen Filmfestivals in Berlin, Los Angeles oder Cannes. In Ratingen wurde er für die vierte Ausgabe des Jugendkurzfilmfestivals Ratinale ausgerollt.

Premiere im Kino - im Lux dann die After-Show-Party

Zunächst stieg im Kino 1+2 die Premiere der bis zu zwölf Minuten langen Filme, anschließend im Jugendzentrum Lux die After-Show-Party und die Verleihung der drei begehrten Ratinale-Löwen. Diesmal gingen zwei Löwen an Produktionen aus Ratingen, einer nach Wuppertal.

Eine Jury hatte vorab fünf aus neun eingereichten Filmen ausgewählt, die im Kino gezeigt wurden, und drei, die den roten Löwenpokal bekamen.

Schauspieler Rolf Berg, Jurymitglied und Moderator des Abends, lobte die Qualitätssteigerung der Beiträge: "Wenn ich mir das Fernsehen mit seinen Trash-Produktionen ansehe, glaube ich, dass die Sender Euch bald zum Vorbild nehmen müssen." Von der Dokumentation bis zur Komödie waren die Filme gespickt mit guten Ideen. Mängel in der Umsetzung standen beim Alter der Künstler von 14 bis 21 Jahren eher im Hintergrund.

Der Film zeigt eindrucksvoll, wie Schüler Paul sich mit einem Kreditsystem Einfluss an seiner Schule verschafft. Immer wieder überrascht "Paul" durch plötzliche Wendungen.

"Es war schwierig, dem Film ein Genre zuzuordnen", sagte Juror Rolf Berg. In einer Art Dokumentation geht es darum zu zeigen, wie unaufmerksam man in manchen Situation ist. Das erreichen die Filmemacher, indem sie in einer Szene diverse Veränderungen vornehmen.

Ein ernstes Thema wurde hier humorvoll inszeniert. Ein Bettler ist im täglichen Clinch mit einem Geschäftsmann zu sehen. Bis er Almosen bekommt, muss der Obdachlose alle Tricks anwenden.

Für herausragend hielt die Jury die Filme "Und täglich grüßt die Armut", "Watch up" und "Paul". Die beiden letzteren sind Produkte aus den Ferienfilmworkshops im Lux. Vor allem einer räumte ab: der 16-jährige Alex Streckmann wirkte bei beiden Filmen mit.

Bei "Paul", den Rolf Berg für seine Dramaturgie lobte, war er nicht nur Ideengeber, sondern auch Hauptdarsteller. Nun ist er doppelter Preisträger. "Ich war ziemlich aufgeregt. Als die Gewinner bekanntgegeben wurden, konnte ich erstmal nur grinsen", freute er sich. Ob die Ratinale zum Karrierestart wird? "Ich würde später gerne Regisseur werden", sagte Streckmann durchaus selbstbewusst zur WZ.

Steffen Uhlmann (14) und Kevin Dieckmann (15), Streckmanns Konkurrenten aus Wuppertal, würden auch gerne beim Film arbeiten. In "Und täglich grüßt die Armut" haben sie ihr Schauspieltalent unter Beweis gestellt.

Die beiden wurden unterstützt vom Medienprojekt Wuppertal und sind die ersten jungen Künstler, die einen Ratinale-Löwen über die Stadtgrenzen mit nach Hause nehmen. Dass Filme von außerhalb Ratingens eingereicht werden, soll kein Einzelfall bleiben. Johannes Maas vom Lux: "Wir wollen die Ratinale überregional bekannt machen."

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