Das Internet-System der Stadtbücherei wird immer beliebter, es hat aber auch Tücken.

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Bequem: Vom heimischen PC aus kann man Medien vormerken, verlängern oder im Katalog blättern.

Bequem: Vom heimischen PC aus kann man Medien vormerken, verlängern oder im Katalog blättern.

Pierre Hohn

Bequem: Vom heimischen PC aus kann man Medien vormerken, verlängern oder im Katalog blättern.

Ratingen. Seit zehn Monaten ist es in Betrieb und erfreut sich steigender Beliebtheit: das Online-System der Stadtbücherei. Hinter dem merkwürdigen Namen "Web-Opac" (Online Public Access Catalogue) verbirgt sich eine echte Bereicherung des Serviceangebotes: Mit Ausweisnummer und Passwort können die Nutzer der Stadtbücherei bequem von zuhause aus im Bestandskatalog blättern, Medien vormerken und vorbestellen sowie ausgeliehene Medien verlängern - ganz ohne Zeit- und Fahrtaufwand. Einzige Bedingung: Web-Opac muss reibungslos funktionieren, und die Online-Nutzer müssen alles richtig machen. Sonst ist Ärger programmiert.

Ohne Bestätigung geht die Online-Verlängerung schief

Immer wieder gibt es bei der Rückgabe von Büchern, CDs und DVDs lange Gesichter, wenn die Mitarbeiterinnen der Bücherei den Kunden den ausgedruckten Gebührenzettel entgegenstrecken: Nachzahlung wegen verspäteter Rückgabe. "Häufig wird vergessen, bei der Online-Verlängerung auch den Bestätigungs-Knopf anzuklicken", weiß Bücherei-Leiterin Erika Münster aus den bisher gemachten Erfahrungen. Dann habe der Kunde zwar die Verlängerung mit neuem Abgabedatum auf dem Bildschirm gesehen, aber ohne Bestätigung wird sie nicht an den Rechner der Stadtbücherei geschickt - und bleibt somit wirkungslos.

"Wir sind noch in der Versuchsphase und regeln das deshalb kulant", sagt die Büchereileiterin. Sie empfiehlt den Kunden, die Online-Verlängerung grundsätzlich auszudrucken. Sie verweist zudem auf die Homepage der Bücherei, wo es auch Antworten auf "häufig gestellte Fragen" gebe.

Nicht in jedem Fall liegt das Problem aber beim Kunden. Der Rechner der Stadtbücherei hatte in der Vergangenheit schon mehrmals seine Arbeit verweigert. Im Oktober fiel er fast eine Woche komplett aus, Anfang Dezember machte er zwei Tage lang schlapp. "Beim ersten Mal gab es keinerlei Datenverlust", versichert Ludger Macher, EDV-Bibliothekar. Beim zweiten Ausfall waren allerdings etliche Verlängernungen und Rückgaben betroffen. Da erhielten die Kunden Mahnungen für Bücher, die schon längst wieder in den Regalen der Bibliothek standen.

Auf der Internetseite der Bücherei wird darauf hingewiesen, dass der Online-Katalog von 5 bis 24 Uhr zur Verfügung steht. "Faktisch läuft der Rechner aber rund um die Uhr", betont Macher. Es könne also nicht sein, dass wer nach Mitternacht Medien verlängern will, keinen Erfolg habe. Ein Gutes hatten die größeren Ausfälle im vergangenen Jahr doch bewirkt: Inzwischen ist die Stadtbibliothek mit ihrem Großrechner auf dem modernsten Stand, versichert Macher. Auch Leiterin Erika Münster ist von dem Online-Verfahren überzeugt: "Es wird stark in Anspruch genommen." Und bei den Mahngebühren verzeichne man inzwischen einen deutlichen Rückgang - sofern die Nutzer alles richtig machen und der Computer stabil läuft.

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