Neue Typen sollen nur als Verstärkung auf einer Teilstrecke zum Einsatz kommen.

Ratingen. Erst hatte die Bahn gesagt, mit neuen Triebwagen werde sie das Verspätungsproblem auf der Linie S6 in den Griff bekommen. Dann hieß es, auch die Eingleisigkeit der Streckenabschnitte zwischen Hösel und Essen wäre für die Unpünktlichkeit verantwortlich.

WZ-Leser Frederik Gille wundert sich nicht über den Sinneswandel bei der Bahn. Denn die hatte offenbar gar nicht vor, die S6 mit den neuen Triebzügen vom Typ ET422 auszustatten. Auf ihrer eigenen Internetseite listet die Bahn selbst auf, dass 2010 auf der Linie S6 lediglich die Verstärkerzüge zur Hauptverkehrszeit zwischen Ratingen und Langenfeld mit den neuen Typen betrieben werden.

Der durchgehende Verkehr zwischen Köln und Essen wird wohl auch künftig mit alten Bahnbeständen betrieben. Gille: "Scheinbar ist es der Bahn gelungen, die Öffentlichkeit geschickt an der Nase herumzuführen." Stets seien nur die Linien genannt worden, auf denen die neuen Züge eingesetzt werden sollen.

Da Verstärkerzüge zwischen Ratingen Ost und Langenfeld nur einen Bruchteil der Linie S6 ausmachen, könne von einem Einsatz auf dieser Linie keine Rede sein. Wer aus Hösel kommt oder nach Essen muss wird also nicht von den neuen Triebwagen profitieren. Gille: "Oft fallen die Verstärkerzüge eh aus oder enden in Rath-Mitte."

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