Die Außerirdischen bestreiten ein Benefizspiel gegen die DEG Metro Stars, um einem behinderten Ratinger eine Therapie zu ermöglichen.

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Mike Krüger (Vorsitzender der Ice Aliens, v.l.), Aliens-Spieler Artur Tegkaev, Hildegard Weidenfeld (Vorsitzende der Lebenshilfe) und Klangtherapeut Dieter Lorscheid-Wolf wollen David Hottenrott helfen.

Mike Krüger (Vorsitzender der Ice Aliens, v.l.), Aliens-Spieler Artur Tegkaev, Hildegard Weidenfeld (Vorsitzende der Lebenshilfe) und Klangtherapeut Dieter Lorscheid-Wolf wollen David Hottenrott helfen.

Stefan Fries

Mike Krüger (Vorsitzender der Ice Aliens, v.l.), Aliens-Spieler Artur Tegkaev, Hildegard Weidenfeld (Vorsitzende der Lebenshilfe) und Klangtherapeut Dieter Lorscheid-Wolf wollen David Hottenrott helfen.

Ratingen. "Aliens, Aliens!" David Hottenrott macht aus seiner sportlichen Sympathie keinen Hehl. Der 22-Jährige ist Fan des Ratinger Eishockeyvereins. David hat aber noch einen weiteren Grund, von den Ice Aliens begeistert zu sein: Sie veranstalten zu seinen Gunsten am 23. November in der Eissporthalle ein Benefizspiel gegen die DEG Metro Stars, mit dessen Erlös Davids Therapie weiter finanziert werden soll. Der junge Mann ist nämlich schwerst mehrfach behindert und lebt seit Jahren im Wohnheim der Lebenshilfe an der Werdener Straße.

Trommeln hilft David, seine Gefühle besser zu beherrschen

"Er kann sich nur sehr eingeschränkt sprachlich und emotional äußern", erklärt Lebenshilfe-Vorsitzende Hilde Weidenfeld. Eine Trommeltherapie hilft ihm dabei, seine Gefühle und Aggressionen besser zu beherrschen. In der Vergangenheit hatte es oft Probleme gegeben, wenn David mit Enttäuschungen nicht fertig geworden ist und beispielsweise Geschirr zerschlagen hatte.

Seit aber Musiktherapeut Dieter Lorscheid-Wolf einmal in der Woche mit David auf die großen Pauken schlägt, habe sich ein "messbarer Erfolg" eingestellt. "Wir kennen nicht die Auslöser für die aggressiven Schübe, aber anschließend ist er immer traurig, dass es wieder passiert ist", sagte Weidenfeld.

Der einzige Haken dabei: Eine solche Einzeltherapie muss die Lebenshilfe selbst bezahlen. Weidenfeld: "Wir können das nur über Spenden schaffen." Und da kommen wieder die Aliens ins Spiel. 2009 hatten sie schon ein Benefizspiel für die Lebenshilfe auf die Beine gestellt, inzwischen auch die Patenschaft für David übernommen. "Das ist für uns eine segensreiche Kooperation", freut sich die Lebenshilfe-Vorsitzende.

Eine enge Zusammenarbeit mit den DEG Metro Stars pflegen auch die Ice Aliens. Und so stieß Vereinsvorsitzender Mike Krüger in Düsseldorf auf offene Ohren. "Die haben kurz in den Spielplan geguckt und in fünf Minuten alles festgemacht." Krüger freut sich besonders, dass der DEL-Verein trotz der großen Terminbelastung mitten in der Saison mit der Starbesetzung und den Nationalspielern nach Ratingen kommen wird.

Die Karten für das Benefizspiel Aliens gegen DEG Metro Stars kosten fünf Euro auf allen Plätzen. Vorbestellungen: office@icealiens97.de oder Telefon 02102/5357640.

Kreisweit leben 232 behinderte Menschen in Wohnheimen der Lebenshilfe, 54 in der Form des betreuten Wohnens. Im Ratinger Wohnheim leben 14.

Auch für Aliens-Stürmer Artur Tegkaev ist die Begegnung etwas Besonderes: "Gegen die DEG geht man immer gerne aufs Eis. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben." Der Sieger steht für Mike Krüger jetzt schon fest: "Die Lebenshilfe!"

Fünf Euro kostet der Eintritt auf allen Plätzen, zwei Euro davon gehen direkt an die Lebenshilfe. Die Aliens hoffen auf mindestens 1000 Zuschauer. Von dem Erlös kann Davids Trommeltherapie für zwei weitere Jahre finanziert werden. Die Lebenshilfe will mit mehr als 50 Fans dabei sein - und kräftig auf die Pauke hauen. Denn Dieter Lorscheid-Wolf will seine komplette Trommelsammlung mitbringen.

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