Gemeindezentrum: Auf der gut besuchten Bürgerversammlung herrschte Einigkeit über Parteigrenzen hinweg: Das Zentrum soll erhalten bleiben.

Die Homberger wollen auf die Räume des evangelischen Gemeindezentrums auch künftig nicht verzichten.  (Archiv
Die Homberger wollen auf die Räume des evangelischen Gemeindezentrums auch künftig nicht verzichten. (Archiv

Die Homberger wollen auf die Räume des evangelischen Gemeindezentrums auch künftig nicht verzichten. (Archiv

Pierre-Claude Hohn

Die Homberger wollen auf die Räume des evangelischen Gemeindezentrums auch künftig nicht verzichten. (Archiv

Homberg. Die Homberger stehen wie eine Eins zusammen: Beim Thema Gemeindezentrum herrscht Einigkeit und Geschlossenheit. Obwohl man in Wahlkampfzeiten eigentlich etwas anderes erwarten würde. Über 100Leute drängten sich am Dienstagnachmittag im rappelvollen Forum der Christian-Morgenstern-Schule, jedes Plätzchen wurde genutzt. Alle, die gekommen waren, waren sich einig: Homberg braucht dieses Gemeindezentrum.

Ursprünglich hatte der örtliche SPD-Stadtbezirk zu der Versammlung eingeladen, dann wurde noch kurzfristig die CDU mit ins Boot geholt, aber auch Grüne und FDP ziehen am gemeinsamen Strang mit. Am Ende der Versammlung wurde ein gemeinsamer Antrag für den Bezirksausschuss verabschiedet: Die Stadt soll das Grundstück und Gebäude von der evangelischen Kirchengemeinde kaufen und ein Nutzungskonzept erstellen.

Öffentliche Räume sind in Homberg-Süd Mangelware

"Wir brauchen diese Räume dringend", sagte eine Besucherin und sprach damit der Versammlung aus dem Herzen. Seit zehn Jahren werden die oberen Räume für die Übermittagbetreuung genutzt, der große Saal im Erdgeschoss ist ideal für Seniortreffen, Familienfeiern oder Jugendfeten geeignet. Auch Fortbildungskurse, Ausstellungen oder kulturelle Veranstaltungen könnten dort stattfinden.

Die beiden großen Wohnungen in dem ehemaligen Gemeindezentrum sollen weiter vermietet werden. Öffentlich nutzbare Räume sind in Homberg-Süd Mangelware, anders ist es in Homberg-Nord. Doch angesichts der erwarteten Veränderung der Bevölkerungsstruktur käme dem Zentrum auch als Begegnungsstätte für Senioren eine besondere Bedeutung zu. Bis 2020 wird nämlich die Zahl der über 65-Jährigen in Homberg um mehr als ein Viertel zunehmen - der stärkste Zuwachs in Ratingen.

Die Bedeutung dieses Gemeindezentrums für Homberg-Süd wird auch daran deutlich, dass die Stadt seinerzeit der evangelischen Kirchengemeinde das Grundstück kostenlos überlassen hatte - mit der Vorgabe der bisherigen Nutzung. Entfällt diese, sollte das Grundstück wieder an die Stadt zurückgegeben werden. Für das zwischenzeitlich errichtete Gebäude müsste eine Entschädigung gezahlt werden.

Anne Korzonnek, stellvertretende Bürgermeisterin, wertet die Bürgerversammlung als großen Erfolg: "Wir Homberger haben gezeigt, dass wir uns über Parteigrenzen hinweg einig in der Sache sind." Entschieden werde allerdings in Ratingen...

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