Marcel Nottebrock baute in zehn Stunden in seinem Garten ein großes Iglu.

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Nach zehn Stunden Knochenarbeit kann es sich Marcel Nottebrock in seinem Iglu gemütlich machen.

Nach zehn Stunden Knochenarbeit kann es sich Marcel Nottebrock in seinem Iglu gemütlich machen.

privat

Nach zehn Stunden Knochenarbeit kann es sich Marcel Nottebrock in seinem Iglu gemütlich machen.

Ratingen. Der Winter stellt jedem seine persönliche Herausforderung - und die sind meistens nicht sehr spaßig. Die einen versuchen, bei eisglatten Straßen mit dem Auto voranzukommen, andere verzweifeln an kalten Füßen und Händen oder schaufeln im Stundentakt Schnee und Eis von dem Gehweg. Doch es gibt auch Aufgaben, die sehr wohl etwas mit Spaß zu tun haben: Iglus bauen zum Beispiel. Genau das hat Marcel Nottebrock gemacht.

In seinem Garten am Cüppersweg im Ratinger Süden steht die eisige Kuppel, mit einer Außenhöhe von zwei Metern, innen ist das Iglu noch 1,80 Meter hoch. "Ich kann sogar darin stehen", sagt Marcel Nottebrock.

Warmes Wasser sorgte für die nötige Festigkeit des Schnees

Schon in der Nacht zu Montag, als es zu schneien anfing, sei er hinaus in seinen 200 Quadratmeter großen Garten gegangen. Dort lag genug Schnee. Den schippte er aus allen Winkeln zusammen und türmte daraus einen großen Berg. "Da hatte ich schon die Idee, ein Iglu zu bauen. Das wollte ich schon immer mal machen", sagt er. Einen Schneemann auftürmen oder rodeln - das war ihm zu gewöhnlich. Aber ein echtes Iglu wie bei den Eskimos - das war für ihn "mal eine ganz andere Sache, die man im Winter machen kann." Außerdem habe er Urlaub gehabt, sagt er. Also genügend Zeit, um sich dem Iglubau zu widmen.

Doch bis die Eishütte stand, musste er noch einige Vorbereitungen treffen. Das Hauptproblem: Der Schnee war viel zu pulvrig, nicht einmal ein vernünftiger Schneeball ließ sich daraus formen. Wie sollte man damit gar ein Iglu errichten? Nottebrock stapfte zunächst auf dem zusammen geschobenen Schneeberg herum, um die weiße Pracht zu verdichten. Dann kippte er Gießkannen voll warmem Wasser drüber. "Dann friert es besonders gut", erklärt der Eisbaumeister. Nur so konnte aus dem locker-weichen Schneehaufen ein fester und harter Brocken werden.

Nach einer klirrend kalten Nacht konnte er dann weitermachen: Nach und nach höhlte Marcel Nottebrock den hartgefrorenen Eisberg so weit aus, so dass ein ausreichend großer Innenraum entstand. Danach machte er sich an die Feinarbeiten, baute den Eingang und zeichnete die Steine ein.

An drei Tagen, insgesamt zehn Stunden lang, hat er an seinem eisigen Schneehaus gearbeitet. "Meine Familie hat erst nur gelacht, aber jetzt ganz ist sie überrascht, dass das geklapppt hat." Und im Cüppersweg ist Nottebrock über die Schneetage zum kleinen Star geworden. Nachbarn schauen in den Garten und bewundern das Iglu. "Und die Kinder sind natürlich ganz vernarrt und spielen in und an der Eiskuppel", sagt Nottebrock, den jetzt erst richtig die Lust gepackt hat, noch einmal etwas zu bauen. Aber dazu muss es erst wieder schneien.

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