Fehlerstelle nach drei Stunden gefunden. Feuerwehr im Dauereinsatz.

Ratingen. Ein durchgebranntes 10000-Volt-Kabel war die Ursache für den Stromausfall in Teilen der Innenstadt, in West und Tiefenbroich am Mittwochmittag. Durch den Defekt entstand ein Lichtbogen, der ein daneben verlegtes Starkstromkabel ebenfalls zerstörte. Drei Stunden brauchten die Techniker der Stadtwerke, um den Kabelfehler genau zu lokalisieren. Zuerst hatte man einen Schaden in einem Umspannhäuschen an der Friedhofstraße vermutet. Die Grobortung ergab dann einen Defekt im Bereich der Unterführung nach West. Mit dem Messwagen, der Starkstromimpulse in das Stromnetz schickte, konnte dann die Schadensstelle enger eingekreist werden, den genauen Ort fanden die Techniker dann, indem sie mit Bodenmikrofonen dem Verlauf des in einem Meter Tiefe verlegten Kabels folgten.

Am Donnerstag wurde die Stelle aufgebaggert und das defekte Kabelstück repariert. "Die erste Störung dauerte von 11.46 bis 12.02 Uhr, dann gab es von 12.05 bis 12.25 Uhr eine Folgestörung", erklärte Wilhelm Steinacker, Leiter der Stromabteilung der Ratinger Stadtwerke.

Der Feuerwehr bescherte der Stromausfall eine Reihe von Einsätzen: So löste die Brandmeldeanlage in der Tiefgarage an der Angerstraße Alarm aus. Nach Überprüfung der gesamten Tiefgarage konnte Entwarnung gegeben werden: kein Feuer. Gleichzeitig blieben in West mehrere Personen in Aufzügen stecken, während an der Wallstraße mehrere Leute zwischen elektrisch gesteuerten Türen festsaßen. Sie konnten noch vor Eintreffen der Feuerwehr befreit werden Verletzt wurde niemand.

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