Bauarbeiten: Weniger Teichfläche, dafür Platz zum Flanieren und Verweilen – der Stadthallenpark wird derzeit umgebaut.

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In der Bildmitte vor der Stadthalle wird die neue Seeterrasse liegen. Rechts werden gerade die Einfassungsmauern des etwas verkleinerten Teiches aus Beton gegossen.

In der Bildmitte vor der Stadthalle wird die neue Seeterrasse liegen. Rechts werden gerade die Einfassungsmauern des etwas verkleinerten Teiches aus Beton gegossen.

Pierre-Claude Hohn

In der Bildmitte vor der Stadthalle wird die neue Seeterrasse liegen. Rechts werden gerade die Einfassungsmauern des etwas verkleinerten Teiches aus Beton gegossen.

Ratingen. Das wär’ was: Mit einem leckeren Cappuccino oder einem frisch gezapften Bier unterm Sonnenschirm sitzen und den Blick über den See schweifen lassen - mitten in der Innenstadt. In spätestens zwei Monaten soll es das geben: auf der Terrasse im neu gestalteten Stadthallenpark. Die Arbeiten für den 530000 Euro teuren Umbau sind in vollem Gange und lassen schon die künftige Gestaltung erahnen.

40 überdachte Plätze in einem luftigen Pavillon

Derzeit ist das Areal eine große Baugrube. Wo einst der Teich war, türmen sich hohe Erdhügel. Das Wasser wurde schon vor zwei Monaten abgelassen, die Fische gefangen und in den Schwanenspiegel in West umquartiert.

Die Betonbodenplatte des Teiches wurde um 270 auf 1270 Quadratmeter verkleinert: Die Verringerung der Wasserfläche kommt der neuen Seeterrasse zugute, die direkt neben dem Stadthallen-Restaurant angelegt wird.

40 überdachte Plätze in einem Pavillon (mit Schiebeelementen) und 80 Plätze unter freiem Himmel wird es hier bald geben. "Die Terrasse wird auf gleichem Niveau liegen wie die Wasseroberfläche", erklärt Marc Grotendorst vom Planungsbüro Geo3, das die Umgestaltung des Stadtparks geplant hat.

Für Spaziergänger und Radfahrer wird ein Weg von der Hans-Böckler-Straße direkt zur Seeterrasse führen und weiter zur Stadthalle. Zuvor laden einige Bänke an einer kleinen Holzterrasse zum Verweilen am Wasser ein. Unter den Holzbohlen ist die neue Filteranlage untergebracht.

Die ersten Arbeiten haben im Februar begonnen, Mitte bis Ende Juni soll der Umbau abgeschlossen sein. Die Teichfläche wird dabei von 1540 auf 1270 Quadratmeter verkleinert.

Diese abgespeckte Baumaßnahme kostet die Stadt rund 530000 Euro. Vor Jahren wurden auch teurere Varianten für die Neugestaltung diskutiert, die aus Kostengründen nicht realisiert werden.

Um eine optisch ansprechende Wasserqualität zu erhalten, wird eine neue Wasserreinigungstechnik installiert, die gegenüber der bisherigen Technologie mit einem deutlich wirkungsvolleren Schwerkraftfilter versehen ist. Gefiltert wird das Teichwasser übrigens auch rein biologisch - in den beiden Schilfzonen am Teichrand.

Neu ist auch das Beleuchtungskonzept für den Stadthallenpark, für das Grünflächenamtsleiter Manfred Fiene besonders schwärmt: Die Außenanlagen werden durch einzelne Mast- und Pollerleuchten erhellt, Bodenstrahler entlang des Weges sowie Baumstrahler sorgen für weitere Lichtakzente, ebenso die Unterwasserstrahler im Teich.

Fünf Zierapfelbäume, die entlang der erweiterten Wegeachse gepflanzt werden, sollen dem Gewässer auf Stadthallenseite einen grünen Rahmen geben. Der vorhandene Baumbestand im Park ist weitgehend erhalten geblieben.

Pächter und Gastronom Heinz Hülshoff kann die Eröffnung des umgebauten Stadtparks kaum erwarten. Auch aus wirtschaftlicher Sicht: Denn diese Ausweitung der Außengastronomie sei für das Restaurant "Ratingia" lebenswichtig.

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