Planung: Übergang am Ortseingang Lintorf erst im Frühjahr 2011 fertig.

Ratingen. Ein Schreiben der Deutschen Bahn sorgt im städtischen Tiefbauamt für geballte Fäuste - in den Taschen. Denn die Fertigstellung der Brücke über die Gleise am Lintorfer Ortseingang wird sich um etwa drei Monate verzögern. In ihrem Brief vom 19. Januar teilt die Abteilung "Netze" der Stadt lapidar mit, dass es zu "Verzögerungen bei den bahninternen Planungsabläufen" gekommen sei. Der ursprünglich geplante Einbau der Brücke für Anfang Juli sei baulich und betrieblich leider nicht mehr möglich. Als nächsten Termin könne man das den 16./17.Oktober "verbindlich zusagen".

Kern des Zeitplans bei dem ganzen Brückenbau war immer der Juli 2010 gewesen, weil dann die viel befahrene Zugstrecke für 24 Stunden voll gesperrt werden sollte. Nur dann kann die bis dahin vormontierte Brückenkonstruktion an ihren vorgesehenen Platz gehievt werden. Nach Bahnangaben braucht eine so lange Streckensperrung drei Jahre Vorlauf. Dass der Juli-Termin jetzt geplatzt ist, heißt nichts anderes als: Die Bahn hat versäumt, bei der Planung am Ball zu bleiben.

Entsprechend sauer ist man im Tiefbauamt. Man will versuchen, Arbeiten soweit möglich vorzuziehen. Die Fertigstellung verschiebt sich jetzt aber um acht bis zehn Wochen ins Frühjahr 2011. Eigentlich sollte der Verkehr bereits zum Jahresende über die neue Brücke rollen. Dass die 4,5 Millionen Euro teure Brücke durch die Verzögerung noch teurer wird, steht fest. Die Stadt will aber die Mehrkosten an die Bahn weitergeben.

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