Über 1200 Besucher bejubelten die ausverkaufte Premiere auf der Naturbühne am Blauen See.

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Temporeich und unterhaltsam: „Pippi im Taka-Tuka-Land“ feierte auf der Naturbühne Premiere.

Temporeich und unterhaltsam: „Pippi im Taka-Tuka-Land“ feierte auf der Naturbühne Premiere.

Pierre-Claude Hohn

Temporeich und unterhaltsam: „Pippi im Taka-Tuka-Land“ feierte auf der Naturbühne Premiere.

Ratingen. "Pass auf Pippi!" Den kleinen Tim hält es kaum auf seinem Sitz, am liebsten würde er auf die Bühne rennen und selber dafür sorgen, dass der fiese Immobilienhai nicht die Villa Kunterbunt an sich reißen kann. Aber Pippi Langstrumpf ist nicht umsonst das stärkste Mädchen der Welt und kann selbst auf sich aufpassen. B

ei der Premiere von "Pippi in Taka-Tuka-Land" am Sonntag auf der Naturbühne Blauer See konnten sich Besucher und Veranstalter über strahlenden Sonnenschein freuen. Da stand dem Freiluftvergnügen nichts im Weg, und auch das Stück ließ keine Wünsche offen.

Halsbrecherische Einlagen ließen die Zuschauer staunen

Im Mittelpunkt der Inszenierung standen ganz klar Action, Spaß und Spannung. Da machte es sich schnell bezahlt, dass für die Rolle der quirligen Pippi eine waschechte Artistin engagiert worden war. Die halsbrecherischen Einlagen der zierlichen Clara Groeger ließen die Zuschauer immer wieder staunen und vor Schreck die Luft anhalten.

Aber auch die übrigen Rollen waren wunderbar besetzt. Pippis Freunde Tommy und Annika waren nicht so kreuzbrav und passiv wie in den alten Filmen, sondern mischten fröhlich ganz vorne mit.

Die unzähligen Slapsticknummern waren stets punktgenau gespielt und verblüfften durch den unerschöpflichen Ideenreichtum. "Das war lustig, als Kapitän Langstrumpf den Tisch aufessen wollte", erzählt Ann-Sofie (7) noch ganz aufgeregt in der Pause und unterstreicht ihre Begeisterung, indem sie die Szene noch einmal nachstellt.

Durch die kindgerechte Umsetzung mit wenig Handlung und viel Action konnten auch die kleinsten Besucher nicht die Übersicht verlieren. Selbst, wenn man kurz nicht aufpasste, passierte immer etwas Spannendes, Lustiges oder einfach nur Verrücktes auf der Bühne.

Anspielungen und Gags für die Erwachsenen

Damit es trotzdem auch für die Erwachsenen nicht langweilig wurde, hatte Regisseur Ralph Reiniger für sie jede Menge Anspielungen und Gags eingebaut. Etwa die neureichen Eheleute Frank und Veronika Brot, in denen man unschwer ein bekanntes Promipaar erkennen durfte. Wie immer konnte man sich über die liebevolle Bühnengestaltung freuen: Verblüffend war es auch, wie sich mit wenigen Handgriffen das schwedische Dörfchen in eine tropische Insel verwandelte.

"Das ist alles ganz schön aufregend für die Kinder. Meine Söhne fanden natürlich das Piratenschiff ganz toll´", verrät Melanie Winter, deren Jungs gerade zufrieden an ihrem Eis schlecken. "Dazu noch diese schöne Landschaft - ich bin echt froh, dass wir so etwas Tolles hier haben."

Natürlich musste auch wieder einer der Darsteller irgendwann im Wassergraben landen. Mit dieser Erwartungshaltung wurde ganz genüsslich gespielt und so soll hier nicht verraten werden, wen es dieses Mal trifft.

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