BlauerSee-Party: Das Techno-Spektakel mit Sven Väth hat wieder Fans von weit her angelockt. Schon seit 1998 veranstaltet DJ Patrick Peiki gemeinsam mit dem Neusser Szene-Club "Tribehouse" den Rave auf dem idyllisch gelegenen Gelände der Naturbühne in Ratingen.

wza_1500x784_526426.jpeg
Bei DJ Tobi Neumann war’s schon voll – bei Sven Väth erreichte die Party ihren Höhepunkt.

Bei DJ Tobi Neumann war’s schon voll – bei Sven Väth erreichte die Party ihren Höhepunkt.

Pierre-Claude Hohn

Bei DJ Tobi Neumann war’s schon voll – bei Sven Väth erreichte die Party ihren Höhepunkt.

Ratingen. Die Zeiten, in denen Techno-Parties vor allem in verfallenen Lagerhallen oder stillgelegten U-Bahnschächten gefeiert wurden, sind lange vorbei. Heutzutage muss man sich schon etwas einfallen lassen, um aufzufallen. In dieser Hinsicht gehört die Party am Blauen See ganz klar zur Oberliga.

Schon seit 1998 veranstaltet DJ Patrick Peiki gemeinsam mit dem Neusser Szene-Club "Tribehouse" den Rave auf dem idyllisch gelegenen Gelände der Naturbühne in Ratingen.

"So eine Kulisse habe ich noch nirgendwo gesehen, das ist der Hammer", zeigt sich die 23-jährige Katja Baumann aus Aachen beeindruckt von der wild romantischen Landschaft. So wie die Studentin sind etwa 5500 Tanzjünger aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland am Sonntag nach Ratingen angereist.

Die Riesenparty ist längst Kult, wegen des Lineups mit Größen wie Marco Carola, Loco Dice oder Tobi Neumann - und dank des Schirmherren und Dauerstargastes Sven Väth, Deutschlands DJ-Legende Nummereins. Wo er auflegt, muss man die Fans nicht lange bitten.

"Die Besucher stellen sich schon auf schlechtes Wetter ein"

Daran kann auch das Schmuddelwetter nichts ändern. "Das gehört irgendwie schon mit dazu. Wir hatten fast jedes Mal schlechtes Wetter, und die Besucher stellen sich darauf ein", weiß Sven Palzer vom Tribehouse, der mit der Veranstaltung voll zufrieden ist. "Dieses Mal ist es auch schon überraschend früh am Tag richtig voll geworden", freut er sich.

Aber nicht nur die Besucher sind für Regenwetter bestens gerüstet: Kunststoffplatten auf dem Boden sorgen dafür, dass der Dancefloor nicht zum Schlammloch wird, 650 Quadratmeter des Geländes sind mit riesigen Polygonzelten überdacht. Viele Besucher haben Shuttlebussen in Anspruch genommen, die aus Städten in ganz Deutschland nach Ratingen kommen.

Auch Martin Breitbacher ist mit dem Bus gekommen, der Student lebt in München und ist zum ersten Mal in Ratingen. "Ich weiß eigentlich gar nicht so genau, wo ich hier bin. In der Nähe von Köln, oder?", überlegt der 26-Jährige. "Ratingen heißt für mich ganz klar Blauer See", versichert Ina Woytkewic aus Dortmund.

"Ich komme jedes Jahr hierher. Das ist einfach eine der coolsten Parties, die ich kenne" Kaum gesagt, springt die 25-Jährige auch schon los zur Hauptbühne, denn gerade besteigt Sven Väth das Podest, um mit seinen Scheiben einzuheizen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer