Erst Jugendkantorei, jetzt Knabenchor: Seit 20 Jahren erfolgreich.

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30 Jungen im Alter zwischen neun und 19 Jahren singen zurzeit im Knabenchor Hösel. Die Stadt unterstützt das Ensemble finanziell kräftig.

30 Jungen im Alter zwischen neun und 19 Jahren singen zurzeit im Knabenchor Hösel. Die Stadt unterstützt das Ensemble finanziell kräftig.

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30 Jungen im Alter zwischen neun und 19 Jahren singen zurzeit im Knabenchor Hösel. Die Stadt unterstützt das Ensemble finanziell kräftig.

Hösel. "Wie werden wir etwas Exklusives für die Medien?" Diese Frage stellte sich der Höseler Chordirektor Toralf Hildebrandt schon vor vielen Jahren. Der Knabenchor Hösel ist wohl die Antwort auf diese Frage. Der erfolgreiche Chor, der sich aus 30 Jungen im Alter von neun bis 19 Jahren zusammensetzt, feiert am Sonntag zusammen mit der ehemaligen Jugendkantorei das 20-jährige Bestehen der Höseler Jugendchorarbeit. Vor zwei Jahren entstand ein reiner Knabenchor, der Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe geworden ist.

Aus der Jugendkantorei wurde allmählich der Knabenchor

Auch die Medien sind in den vergangenen Jahren auf den Knabenchor aufmerksam geworden und begleiten ihn regelmäßig auf Konzertreisen. Die Jugendkantorei Hösel war bereits seit der Gründung vor zwanzig Jahren ein leistungsorientierter Chor. Und dies durchaus mit Erfolg: 1997 holte der Jugendchor den ersten Platz beim Landeschorwettbewerb. Doch irgendwann mangelte es am Nachwuchs. "Die Mitglieder des Jugendchores waren zwischen 15 und 25 Jahre alt. Viele zogen weg, studierten. Wir begannen auch Kinder in den Chor aufzunehmen", sagt Chorleiter Hildebrandt. Auch hier blieb der Erfolg nicht aus, doch die "oberste Liga", wie Hildebrandt sie nennt, lag für den Kinder- und Jugendchor in weiter Ferne. "In Deutschland gibt es einfach sehr viele Chöre. Allein in NRW 3800 gemischte Chöre, jedoch nur drei Knabenchöre", erzählt der Leiter. Die Entwicklung vom gemischten Chor zum reinen Knabenchor dauerte allerdings rund zehn Jahre. "So etwas lässt sich nicht übers Knie brechen, das muss sich entwickeln."

Dreimal in der Woche wird geprobt, an Wochenenden finden Konzerte statt und längere Reisen sind keine Seltenheit. Kritik, dass das Programm für Kinder in diesem Alter zu straff sei, winkt der Chorpädagoge ab: "Der Gedanke unserer Chorarbeit ist nun einmal Erfolg. Das geht nicht ohne Leistung. Die Kinder lernen hier auch für das Leben, denn um erfolgreich zu sein, ist Leistung und Disziplin notwendig - in Schule, Studium, Job." Das Jubiläumskonzert findet am Sonntag um 17 Uhr in der Adolf-Clarenbach-Kirche statt. jab

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