An der Lindenschule und der Parkschule gibt es bereits Wartelisten für den Offenen Ganztag. Und auch in der Ellenbeek sieht man steigenden Bedarf.

Gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Ruhezeiten und gemeinsames Spielen machen den Offenen Ganztag aus. Wer sein Kind dafür anmelden möchte, muss Geduld mitbringen und sich zum Beispiel an der Lindenschule erst einmal auf eine Warteliste setzen lassen.
Gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Ruhezeiten und gemeinsames Spielen machen den Offenen Ganztag aus. Wer sein Kind dafür anmelden möchte, muss Geduld mitbringen und sich zum Beispiel an der Lindenschule erst einmal auf eine Warteliste setzen lassen.

Gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Ruhezeiten und gemeinsames Spielen machen den Offenen Ganztag aus. Wer sein Kind dafür anmelden möchte, muss Geduld mitbringen und sich zum Beispiel an der Lindenschule erst einmal auf eine Warteliste setzen lassen.

Simone Bahrmann

Gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Ruhezeiten und gemeinsames Spielen machen den Offenen Ganztag aus. Wer sein Kind dafür anmelden möchte, muss Geduld mitbringen und sich zum Beispiel an der Lindenschule erst einmal auf eine Warteliste setzen lassen.

Wülfrath. Schule soll nicht nur Lernort sein. Schule stellt einen weiteren Lebensraum dar und bekommt immer mehr eine familienergänzende Funktion. Hier soll die Offene Ganztagsgrundschule einen wesentlichen Beitrag leisten. In Wülfrath allerdings driften Platzangebot und Nachfrage immer weiter auseinander – Familien haben den hohen Wert der Ogata nach anfänglicher Skepsis erkannt.

„Meine Eltern arbeiten beide lange. Hier habe ich Gesellschaft und Aktion.“

Leonie (9), Schülerin der Lindenschule, über die Ogata

Längst sind es nicht mehr nur Kinder aus sozial schwachen Familien, sondern Schüler aus allen Schichten, die qualifizierte Angebote wie Hausaufgabenbetreuung, Förderung der Motorik, Kreativität und musischer Begabung wahrnehmen. Immer mehr Familien sind auf die Erwerbstätigkeit beider Eltern angewiesen; zudem steigt die Zahl der Alleinerziehenden.

75 Plätze pro Schule reichen nicht mehr aus

Die Ogata Lindenschule arbeitet bereits seit einiger Zeit mit einer Warteliste. Nun wollen sowohl die Parkschule also auch die Lindenschule die Frist bis zum 31. März nutzen, um für das nächste Schuljahr bei der Stadt eine Erweiterung ihres Ganztagsangebotes zu beantragen. Mit den pro Schule 75 genehmigten Plätzen kommen sie nicht mehr aus.

Als kleinste Grundschule Wülfraths mit 185 Schülern ist die Ogata Ellenbeek mit 50 vergebenen Plätzen bisher ohne Warteliste ausgekommen. Dennoch sieht Kurtula Gößl, Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Grundschule Ellenbeek, für die Zukunft die Notwendigkeit anderer Strukturen: „Bei weiterem Zulauf müssen wir die Raumkonzepte überdenken.“

Leonie (9) besucht die Ogata Lindenschule. „Meine Eltern arbeiten beide lange. Hier habe ich Gesellschaft und Aktion.“ Zwar fühle sie sich noch nicht wie zu Hause, aber trotzdem sehr wohl. „Die AGs machen viel Spaß. Bei den ‚kleinen Picassos‘ haben wir letzte Woche eine Gipsmaske gebastelt.“ Für Leonie ist die Ogata Teil ihres Lebens geworden. Hier hat sie Freunde und Bezugspersonen, isst zu Mittag, macht Hausaufgaben und spielt.

Für Katja Edler ist es deshalb wichtig, ein persönliches Verhältnis zu den Kindern aufzubauen. Die Erzieherin an der Lindenschule sieht darin – neben der Qualität der Angebote – einen hohen Stellenwert der Ogata: „Wir sind über Familienverhältnisse und Veränderungen, die sich auf das Kind auswirken können, informiert.“

Schulverwaltungsleiter Ruda sieht keinen aktuellen Handlungsbedarf

Als einzige Grundschule in Wülfrath wird die Ogata Lindenschule vom Sozialdienst katholischer Männer und Frauen (SkFM) getragen, die übrigen von ihren Fördervereinen. Für Dagmar Hirsch-Neumann, Schulleiterin der Parkschule, ist die Zusammenarbeit mit den Trägern des Offenen Ganztags unabdingbar: „Schule und Ogata müssen eine Einheit bilden.“ Am Raumangebot solle eine Erweiterung des Ganztags nicht scheitern: „Die Schule hat genügend Räume.“

Den Beschluss der Landesregierung vom 1. Februar, die Zuschüsse für die Offenen Ganztagsgrundschulen zu erhöhen, sehen die Wülfrather Ogatas als Chance zur Qualitätssicherung. „Damit kann man was machen“, sagt Hirsch-Neumann. Schulverwaltungsleiter Dietmar Ruda sieht bislang keinen Handlungsdruck: „Aktuell können wir den Bedarf innerhalb Wülfraths noch decken. Doch er wird weiter steigen – und wir werden uns Gedanken über die Zukunft der Ogata machen müssen.“

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