An Ideen mangelt es nicht, wenn es darum geht, die desolate Situation in Sachen Diskothek für Ratingens Jugend zum Besseren zu wenden. Offen bleibt, was letztlich zu einem Ergebnis führen wird.

Die Überlegung, die Manege verstärkt als Diskothekenstandort wieder stärker zu nutzen, ist richtig. Das Team hat jahrelange Erfahrung, in der Manege wissen Eltern ihre Sprösslinge in guten Händen. Dennoch: Neue Veranstaltungen können als punktuelle Angebote kein vollwertiger Diskoersatz sein.

Das Grundproblem wird allenfalls gelindert, nicht aber gelöst. Zudem ist offen, ob das Manege-Angebot überhaupt angenommen wird. Dort gab es bereits eine prima funktionierende Freitagabend-Disko.

Die ging aber in Rekordzeit den Bach runter, nachdem die Cocktailbar ihren Betrieb einstellen musste. Klar, eine städtische Jugendeinrichtung darf keinen Alkohol ausschenken. Und Rauchen ist in einem öffentlichen Gebäude ebenfalls tabu.

Wenn die Jugend deshalb aber abwandert und ohne Aufsicht anderswo abfeiert (und raucht), ist zwar den Paragrafen Genüge getan, der Sache selbst aber nicht gedient. Darüber muss auch einmal offen und ehrlich diskutiert werden.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer