Der seit dem vergangenen Sommer unterbrochene Wanderwg durch das Birkental ist seit kurzem wieder vollständig begehbar.

Neviges. Der unterbrochene Wanderweg durch das Birkental ist seit kurzem wieder durchgängig begehbar. Das teilte jetzt Peter Tunecke vom Geschäftsbereich Forst der Technischen Betriebe (TBV) mit.

Im Sommer hatte die endgültige Zerstörung einer Holzbrücke durch wiederholten Vandalismus zur Sperrung der beliebten Strecke entlang des Eselssiepener Bachs geführt. Das Bauwerk diente zur Überbrückung eines Rinnsals aus dem Südhang des Tals, das in den Bach mündet. Zahlreiche Bürger und auch der Sauerländische Gebirgsverein setzten sich seither für den Lückenschluss ein, damit die Route zwischen der ehemaligen Gaststätte "Minna Kern" und Bleibergstraße wieder regulär passierbar würde. In der Zwischenzeit suchten sich viele Wanderer eigene Routen und überwanden die Unterbrechung des Weges mit teils abenteuerlichen Kletteraktionen.

 

Nun haben der für die hiesigen Gewässer zuständige Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) und die TBV die Lücke in einer Gemeinschaftsaktion beseitigt. Es wurde ein sogenanntes Durchlassprofil aus Beton für den Seitenarm des Eselssiepener Bachs in den Wanderweg eingelassen. Gleichzeitig wurden die Decke des Weges in Richtung Birkental erneuert und Hochwasserschäden beseitigt.

Nur acht Jahre überstand der hölzerne Steg, dann hatten fortwährende mutwillige Zerstörungen ihm den Garaus gemacht, berichtete Tunecke. Wegen des schweren Unwetters Ende Juli verzögerte sich die Schaffung eines schnellen Ersatzes: "Die dabei überall entstandenen Schäden erzwangen zunächst andere Prioritäten", sagte der Diplom-Forstwirt.

Statt einer neuen Holzkonstruktion gaben Wasserverband und TBV nun einem in den Weg eingesetzten, großzügig dimensionierten Halboval aus gewelltem Stahlblech den Vorzug. Diese Lösung habe gleich mehrere Vorteile: Zum einen sammelt sich in der Röhre Sediment (Ablagerungen), was auch kleinen Wasserorganismen hilft, bachaufwärts zu wandern. Aber auch für größere Tiere bietet der Durchgang ausreichend Platz. Damit erfülle man eine ökologische Vorgabe, erläuterte Tunecke.

Zum anderen können über den rund 3,50 Meter breiten Weg, der jetzt über den kleinen Bachlauf führt, auch größere Gerät fahren, die zum Beispiel zur Beseitigung umgestürzter Bäume benötigt werden. Zuvor sei an der Holzbrücke Endstation gewesen, so der Stadtförster.

Und nicht zuletzt sei die nun gewählte Lösung mit einem Materialaufwand von 9000 Euro nicht nur die kostengünstigste Variante, sie erfordere zudem einen erheblich geringeren Unterhaltungsaufwand als die Holzbrücke.

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