Mit Hubschrauber und Wärmebildkamera wird am frühen Freitagmorgen nach den Tätern gesucht, die in die „Sportklause“ der SF Siepen eingedrungen sind. Der lautstarke Einsatz bleibt aber erfolglos.

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Holger Hauptmann, Pächter der „Sportklause“, zeigt die Einbruchsspuren an der Haupteingangstür, die von den Tätern aufgehebelt wurde. Die Einbrecher lösten dabei Alarm aus und flüchteten. Zur Fahndung setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, doch auch der konnte sie nicht aufspüren.

Holger Hauptmann, Pächter der „Sportklause“, zeigt die Einbruchsspuren an der Haupteingangstür, die von den Tätern aufgehebelt wurde. Die Einbrecher lösten dabei Alarm aus und flüchteten. Zur Fahndung setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, doch auch der konnte sie nicht aufspüren.

Simone Bahrmann

Holger Hauptmann, Pächter der „Sportklause“, zeigt die Einbruchsspuren an der Haupteingangstür, die von den Tätern aufgehebelt wurde. Die Einbrecher lösten dabei Alarm aus und flüchteten. Zur Fahndung setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, doch auch der konnte sie nicht aufspüren.

Neviges. Gegen 4 Uhr am Freitagmorgen: Dröhnend kreist ein Hubschrauber über Felder und Waldflächen an Schanzen- und Lüpkesberger Weg. Aus der Luft sucht die Polizei mit Nachtsichtgeräten und Wärmebildkamera nach den Einbrechern, die zuvor in die "Sportklause" im Vereinsheim der Sportfreunde Siepen am Ende der Hohenbruchstraße eingebrochen sind.

Täter lösen Alarm aus und flüchten mit gefülltem Sparkasten

Gegen 2.30 Uhr sind die Unbekannten in das Gebäude eingedrungen. Mit massiver Gewalt hebeln sie die Haupteingangstür und danach die Glastür zum Schankraum auf. Auf der Suche nach Bargeld und Wertsachen durchwühlen sie den Thekenbereich, öffnen alle Schränke und Schubladen. Fündig werden sie nicht - aber sie haben schon längst den Alarm ausgelöst. Schließlich schnappen sich die Einbrecher den Sparkasten, der an der Wand hängt, und verschwinden.

Pächter Holger Hauptmann wird kurz nach Auslösung der Einbruchmeldeanlage von dem Sicherheitsunternehmen, in dessen Zentrale der Alarm aufläuft, aus dem Bett telefoniert. Doch es gibt keine späte Party an der Hohenbruchstraße - der Sicherheitsdienst informiert die Polizei. "Als ich ankam, durfte erstmal keiner ins Haus, weil die Polizei vermutete, es sei noch jemand drin", schildert Hauptmann. Ein Polizeihund wird angefordert, das Vereinsheim durchsucht - keiner mehr da.

Nach 20 Minuten wird der Hubschraubereinsatz beendet

Fünf Streifenwagenbesatzungen machen sich in der Umgebung sofort auf die Suche nach den flüchtigen Tätern. Haben sie sich irgendwo im Wald oder auf den Feldern verborgen? Für die Polizei liegt aufgrund der Spurenlage und der Ergebnisse der ersten Fahndungsmaßnahmen dieser Verdacht nahe. So wird der Hubschrauber hinzugezogen. Doch auch dessen Suche bleibt erfolglos. Nach 20 Minuten dreht "Hummel 5" ab.

Wie hoch der Sachschaden ist, den die Täter verursacht haben, können weder Polizei noch Holger Hauptmann gestern exakt abschätzen. "Es dürften mehrere hundert Euro sein", meint Ulrich Löhe, Sprecher der Kreispolizei, der als Anwohner selbst vom Hubschrauberlärm aus dem Schlaf gerissen wurde. Wie viel Geld weg ist, steht ebenfalls noch nicht fest - morgen sollte Sparkasten-Leerung sein.

Die Beute ist das eine, die Beschädigung das andere: "Es ist ärgerlich - die ganze Lauferei jetzt wegen der Versicherung, der Polizei und allem anderen", sagt Hauptmann.

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