Politik: Der Sonderbauausschuss Schloss Hardenberg begrüßt zudem die Einrichtung einer Gastronomie im Ostflügel der Vorburg.

Der Sonderbauausschuss Schloss Hardenberg hat sich festgelegt: Er favorisiert die Einrichtung eines Rheinischen Fotografie-Museums im Herrenhaus.  (Archiv
Der Sonderbauausschuss Schloss Hardenberg hat sich festgelegt: Er favorisiert die Einrichtung eines Rheinischen Fotografie-Museums im Herrenhaus. (Archiv

Der Sonderbauausschuss Schloss Hardenberg hat sich festgelegt: Er favorisiert die Einrichtung eines Rheinischen Fotografie-Museums im Herrenhaus. (Archiv

Simone Bahrmann

Der Sonderbauausschuss Schloss Hardenberg hat sich festgelegt: Er favorisiert die Einrichtung eines Rheinischen Fotografie-Museums im Herrenhaus. (Archiv

Neviges. Der Sonderbauausschuss Schloss Hardenberg hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, im Herrenhaus ein Fotografie-Museum einzurichten. Mit diesem Nutzungsvorschlag will man auch in die geplante Einwohnerversammlung gehen.

Ebenfalls volle Zustimmung fand der Vorschlag der Verwaltung zur künftigen Anordnung von Gastronomie, Sanitäranlagen und Künstlergarderobe in Süd- und Ostflügel der Vorburg. Sollte für das Schloss eine Museumseinrichtung gewählt werden, könnte im Ostflügel im Bereich der früheren Galerie Fuchs ein Restaurant mit bis zu 100 Plätzen einziehen.

Gutachten empfiehlt ein Haus mit überregionaler Ausrichtung

Baudezernent Andres Wendenburg erläuterte dem Ausschuss das Gutachten des Beratungsunternehmens "Dr. Ulrich Hermanns Ausstellungs-Medien-Transfer" aus Münster, das sich mit verschiedenen Möglichkeiten musealer Nutzungen des Herrenhauses auseinandersetzt. Nach Meinung der Experten hat weniger ein lokal geprägtes Haus (wie etwa ein Museum für Stadtgeschichte), sondern eher eine Institution mit überregionaler Ausrichtung wie ein Rheinisches Fotografiemuseum dauerhaft Aussicht auf Erfolg.

Letzteres brächte außerdem den Vorteil der Einzigartigkeit in NRW mit sich: "Wenn eine überregionale Wirkung angestrebt wird, ist die Spezialisierung und Profilierung erforderlich", lautet eine Schlussfolgerung des Gutachtens.

Das Fotografiemuseum könnte ein Forum für künstlerische und angewandte Fotografie (Presse, Architektur, Mode, Design) sein, außerdem eine Plattform für private Fotografie und ein "Regionales Bildgedächtnis".

Zwar hatte der Gutachter auch noch andere Museumsideen dargelegt und zunächst eine allgemeine Richtungsentscheidung vorgeschlagen, doch der Sonderbauausschuss legte sich bereits fest und beauftragte die Verwaltung, konkret das Konzept eines Fotografiemuseums weiterzuverfolgen. Peter Egen, Vorsitzender des Schlossfördervereins, plädierte intensiv dafür, noch vor der Kommunalwahl zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen, um das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

Einen neuen Weg schlägt man auch bei der Vorburg ein. Bislang war vorgesehen, den Südflügel, der noch restauriert werden muss, für Gastronomie zu nutzen. Dort sollen nun eine Künstlergarderobe für den Veranstaltungsraum im Westflügel sowie sanitäre Anlagen für den Außenbereich untergebracht werden: "Der Innenhof ist hervorragend für Open-Air-Veranstaltungen geeignet", sagte Wendenburg. Beispiel: das Laternenfest im November.

Für den Ostflügel wiederum gibt es einen ersten Lösungsvorschlag für einen gastronomischen Betrieb, der auch die Freifläche (Biergarten) bewirtschaften könnte. Der vorhandene Kamin beispielsweise könnte die Kulisse für ein Kaminzimmer abgeben, so Baurat Andres Wendenburg. Die jetzt vom Eingang aus rechts gelegene Treppe auf die Empore würde nach links verlegt, dahinter fände die Küche Platz.

Laut Wendenburg ist die Finanzierung für den weiteren Ausbau der Vorburg gesichert.

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