Zum Florianstag soll der Oldtimer wieder fahren.

Norbert Schlecht, Leiter der Kfz-Werkstatt der Feuerwehr-Hauptwache,  Stephan und Max Tausenberger (v. l.) mit den überholten Teilen des alten Motors.
Norbert Schlecht, Leiter der Kfz-Werkstatt der Feuerwehr-Hauptwache, Stephan und Max Tausenberger (v. l.) mit den überholten Teilen des alten Motors.

Norbert Schlecht, Leiter der Kfz-Werkstatt der Feuerwehr-Hauptwache, Stephan und Max Tausenberger (v. l.) mit den überholten Teilen des alten Motors.

Simone Bahrmann

Norbert Schlecht, Leiter der Kfz-Werkstatt der Feuerwehr-Hauptwache, Stephan und Max Tausenberger (v. l.) mit den überholten Teilen des alten Motors.

Neviges. Spätestens zum Florianstag Anfang Mai soll der Opel Blitz, der über 70 Jahre alte Feuerwehr-Oldtimer aus Neviges, wieder aus eigener Kraft rollen. Vor drei Jahren hatte ein Motorschaden das historische Einsatzfahrzeug, das bis 1985 im Dienst war, stillgelegt. Seither konnte die Ehrenabteilung der Nevigeser Löschzüge den Opel, den sie seit der Außerdienststellung pflegt und zu manchem Oldtimer-Treffen gefahren hat, nur noch am Florianstag auf den Hof des Nevigeser Gerätehauses schieben.

Kfz-Betrieb Tausenberger hilft bei der Instandsetzung des Motors

Nachdem mehrere Anläufe, einen Betrieb für die Reparatur der defekten Maschine zu finden, gescheitert waren, hatte sich Anfang 2009 mit der Firma 1a Autoservice und Motorinstandsetzungen (früher Bosch-Dienst) Tausenberger ein Velberter Traditionsbetrieb des Motors angenommen - die Kfz-Mechanikermeister Stephan Tausenberger und Sohn Max sind Spezialisten in ihrem Fachgebiet. Einige Ersatzteile wie zum Beispiel die Zylinderkopfdichtung waren relativ leicht zu beschaffen: "Der Sechszylinder-Benzinmotor mit seinen 3,6 Liter Hubraum und 75PS aus dem Blitz hat in veränderter Form noch bis in die 1950er-Jahre den Opel Admiral angetrieben, ist also gar nicht so selten", erläutert Stephan Tausenberger.

Als schwierige Aufgabe erwies sich aber der Ersatz der verschlissenen Lagerschalen an Kurbelwelle und Pleueln. Erst eine Firma aus Brandenburg, die sich auf die Herstellung und Reparatur von Motorteilen historischer Fahrzeuge spezialisiert hat, konnte weiterhelfen.

Vor kurzem sind die überholten Teile in Velbert eingetroffen, während in der Werkstatt an der Mettmanner Straße unter anderem bereits der Vergaser gereinigt, der Zylinderkopf plangeschliffen sowie Ventile, Ventilsitze und -führungen überarbeitet wurden. Gemeinsam mit Vater und Sohn Tausenberger nahm jetzt Hauptbrandmeister Norbert Schlecht das Ergebnis in Augenschein.

Der 58-jährige Nevigeser ist beruflich Leiter der Kfz-Werkstatt an der Velberter Hauptwache und noch auf dem Opel Blitz seit seinem Eintritt in die Nevigeser Wehr im Jahre 1971 zu Einsätzen und Übungen ausgerückt. Sobald die Maschine wieder zusammengebaut ist, wird Schlecht sie mit Hilfe von Feuerwehrkollegen wieder in den Oldtimer einbauen. "Dann kann der Opel Blitz endlich wieder aus eigener Kraft fahren", so Schlecht.

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