Voll besetzt war der Mariendom zur Feier des 50-jährigen Priesterjubiläums von Pater Roland Bramkamp. Er zieht jetzt in ein Haus des Ordens nach Dortmund.

Im Rollstuhl nahm Pater Roland Bramkamp an der Messe und dem anschließenden Empfang im Pfarrheim „Glocke“ teil, wo er herzlich von vielen Ordensbrüdern und Gemeindemitgliedern verabschiedet wurde.
Im Rollstuhl nahm Pater Roland Bramkamp an der Messe und dem anschließenden Empfang im Pfarrheim „Glocke“ teil, wo er herzlich von vielen Ordensbrüdern und Gemeindemitgliedern verabschiedet wurde.

Im Rollstuhl nahm Pater Roland Bramkamp an der Messe und dem anschließenden Empfang im Pfarrheim „Glocke“ teil, wo er herzlich von vielen Ordensbrüdern und Gemeindemitgliedern verabschiedet wurde.

Simone Bahrmann

Im Rollstuhl nahm Pater Roland Bramkamp an der Messe und dem anschließenden Empfang im Pfarrheim „Glocke“ teil, wo er herzlich von vielen Ordensbrüdern und Gemeindemitgliedern verabschiedet wurde.

Neviges. Es war ein großes Jubiläum und ein bewegender Abschied: Mit einer festlichen Messe in der voll besetzten Wallfahrtskirche feierte Franziskanerpater Roland Bramkamp am Samstag den 50. Jahrestag seiner Priesterweihe.

Am Montag wird er auf eigenen Wunsch ins Bruder-Jordan-Haus nach Dortmund umsiedeln, um dort in Gemeinschaft mit anderen betagten Franziskanern seinen Lebensabend zu verbringen.

Mit 16 Jahren die Berufung zum Priesteramt gefunden

Krankheitsbedingt musste der 79-Jährige, der für seinen Ehrentag vom Krankenhaus beurlaubt war, der Messe in einem Rollstuhl beiwohnen, seiner Stimmgewalt tat das aber keinen Abbruch. In der "letzten offiziellen Predigt, die ich hier halten werde", schilderte der gebürtige Essener, wie er als zweifelnder und stotternder 16-Jähriger seine Berufung in Orden und Priesteramt fand.

Maßgeblichen Anteil daran hatte sein einstiger Jugendseelsorger, Johannes Hausdörfer. Der 87-Jährige Monsignore saß während der Ansprache an Pater Rolands Seite, und als dieser sich fast ohne Hilfe aus dem Rollstuhl erhob, um dem geistlichen Begleiter aus Jugendtagen zu danken, spendeten die Gläubigen dem langjährigen ehemaligen Wallfahrtsleiter und Guardian des Nevigeser Klosters stehend Applaus.

Beim anschließenden Empfang in der "Glocke" fanden sich neben Familie und vielen Franziskanern zahlreiche Wegbegleiter zur Gratulation ein. Fünf Mitglieder seines einstigen Pfadfinderstammes brachten dem Jubilar, der um Verzicht auf Reden und Ansprachen gebeten hatte, ein Lied aus den Zeltlagertagen nach dem Krieg dar: "Georg" - so der Taufname des Geistlichen - "war unser Stammesführer und unser großes Vorbild", bekennt Franz-Josef Collie.

Über die Jahre hat die Gruppe den Kontakt nie verloren. Manfred Hermann erinnert sich an den Eintritt des Freundes in den Orden: "Damals bekamen die Mönche noch eine Tonsur rasiert."

Pater Volkwart Klein ist dem Jubilar erstmals 1961 als Schüler im Internat der Franziskaner begegnet, wo Pater Roland zunächst als Erzieher und Erdkundelehrer tätig war. Später arbeitete der 68-Jährige über zwölf Jahre lang als dessen Kollege ebenfalls an der Schule. In den vergangenen drei Jahren fungierten beide als Wallfahrtsseelsorger in Neviges.

Pater Volkwart charakterisiert seinen Mitbruder als bestimmenden, aber auch als sehr sorgenden Menschen: "Wann immer Not am Mann war, war Roland zur Stelle."

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