Von Andrea Schmitz
Statik, Fassade, Fenster, Brandschutz – bis Ende 2010 soll das Schloss in seiner Substanz saniert sein.
2,7 Millionen Euro werden in die Substanzssicherung und den Brandschutz gesteckt. Ende 2010 soll das Schlossgebäude dann wieder öffentlich nutzbar sein – etwa für Veranstaltungen im Rittersaal.
Simone Bahrmann2,7 Millionen Euro werden in die Substanzssicherung und den Brandschutz gesteckt. Ende 2010 soll das Schlossgebäude dann wieder öffentlich nutzbar sein – etwa für Veranstaltungen im Rittersaal.
Neviges. Der Bauantrag ist gestellt, die Ausschreibungen werden derzeit vorbereitet, im vierten Quartal soll’s losgehen: "Ich gehe davon aus, dass das Schloss ab September eine Großbaustelle sein wird", kündigt Stadtplaner und Denkmalschützer Roland Dabrock an.
Im April hat Dabrock die Projektleitung für das Schloss Hardenberg übernommen. 2,7 Millionen Euro - rund 1,8 Millionen aus Fördermitteln des Landes und 900 000Euro aus der Stadtkasse - stehen für substanzerhaltende Maßnahmen zur Verfügung.
Dieses Geld wird unabhängig von der späteren Nutzung in den Erhalt des historischen Gebäudes investiert. So wird bekanntlich nach einem potenziellen Investor für ein Hotel im und am Schloss gesucht. Alternativ gibt es Planungen für eine Freizeit- und Kulturnutzung. "Aber egal, ob ein Hotel oder sonst irgendetwas in das Gebäude zieht: An der Fassade oder den Fenstern wird sich aufgrund der Denkmalschutzvorschriften nichts ändern", erläutert Dabrock.
Gebäude soll dann wieder öffentlich nutzbar sein
Mit der örtlichen Bauleitung ist bereits Architektin Annegret Schüttler-Maser beauftragt worden. Das Sanierungspaket umfasst unter anderem die statische Sicherung des Gebäudes, die Grundinstandsetzung des Gewölbes unter dem Rittersaal, die Instandsetzung des Fassaden-Mauerwerks, einen neuen Anstrich sowie die Sanierung der Fenster. "Davon gibt es immerhin 50", so Dabrock. Ende 2010, dieses Ziel hat er sich gesetzt, soll das Schloss wieder öffentlich nutzbar sein.
Fluchtwege: Außentreppe, falls keine andere Lösung möglich ist
Um aber beispielsweise wieder Veranstaltungen im Rittersaal durchführen zu können, muss der Brandschutz gewährleistet sein. "Dabei können und wollen wir keine Kompromisse machen", sagt der Denkmalschützer. Die Mauern des Gebäudes bestehen teilweise aus Lehmfachwerk, was Brände besonders gefährlich mache, erinnert Dabrock an den Brand von drei Fachwerkhäusern am Öhlersberg in Langenberg, die 1997 völlig vom Feuer zerstört wurden.
Vorrangig solle jedoch versucht werden, Lösungen - etwa für zusätzliche Fluchtwege - innerhalb des Gebäudes zu finden. "Geht das nicht oder nur mit sehr großen Eingriffen, ziehe ich eine Außentreppe vor. Die sollte dann aber ultramodern sein und sich bewusst abheben, nicht der historischen Substanz anbiedern", meint Roland Dabrock.
Über die Baufortschritte sollen sich die Nevigeser und andere Interessierte regelmäßig informieren können. Dabrock plant eine "offene Baustelle": "Ich werden an jedem zweiten Samstag einladen unter dem Motto ,Betreten der Baustelle erwünscht’".
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