Seit fünf Jahren verkauft der Weltladen „klein aber fair“ Waren aus der Dritten Welt in der ehemaligen Metzgerei am Rommelssiepen.

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Ilona Reinhard (links) und Monika Kalscheuer verkaufen fair gehandelte Waren aus der Dritten Welt.

Ilona Reinhard (links) und Monika Kalscheuer verkaufen fair gehandelte Waren aus der Dritten Welt.

Simone Bahrmann

Ilona Reinhard (links) und Monika Kalscheuer verkaufen fair gehandelte Waren aus der Dritten Welt.

Neviges. Eigentlich wäre es Zeit für einen Standortwechsel. Zumindest, wenn man die Geschichte des Weltladens "klein aber fair" im Rückblick verfolgt. Vor 15 Jahren entstand die Idee. Verkauft wurde allerdings noch recht unregelmäßig zu Festen im Gemeindehaus und nach Gottesdiensten in der Kirche. Vor zehn Jahren konnte mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung ein Verkaufswagen angeschafft werden. "Wir haben dafür damals 10000 Mark bekommen", erinnert sich Ilona Reinhardt, die zu den Gründungsmitgliedern der Initiative gehört. Um fair gehandelte Waren regelmäßig auf dem Wochenmarkt verkaufen zu können, wurde damals auch der Eine-Welt- kreise.V. gegründet. Weitere fünf Jahre später folgte der Umzug in das Ladenlokal der ehemaligen Metzgerei Schmitz am Rommelssiepen. Endlich war genug Platz, um nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kunstgewerbe zu verkaufen. Schaut man auf den Fünf-Jahres-Rhythmus wäre es also an der Zeit für einen Ortswechsel. Daran mag Ilona Reinhardt allerdings nicht denken. "Wir haben uns hier gut etabliert, und es kommen viele Stammkunden", weiß sie. Die meisten Kunden kaufen die fair gehandelten Waren aus Überzeugung und seien auch bereit, dafür mehr zu bezahlen. "Unsere Produkte sind ihren Preis wert", glaubt Ilona Reinhardt. Nicht nur das kunstgewerbliche Angebot, sondern vor allem auch die Lebensmittel werden qualitativ hochwertig eingekauft. Zu den Lieferanten gehören nicht nur die Gepa (seit 30 Jahren als sozialer und umweltverträglicher Händler am Martk), sondern auch kleinere Anbieter, die direkten Kontakt zu den Erzeugerländern in der Dritten Welt haben. Was früher noch den Schick der Jute-Tasche hatte, steht den modischen Trends mittlerweile längst in nichts nach. "Die Eine- Welt-Anbieter haben sich längst neu orientiert", weiß Ilona Reinhardt.

"Wir haben auch Produkte in unserem Sortiment, die in Düsseldorfer Designerläden verkauft werden."

Deshalb gibt es jetzt so allerlei auch in poppiger, modischer Ausführung. "Wir haben auch Produkte in unserem Sortiment, die in Düsseldorfer Designerläden verkauft werden", so die Mitarbeiterin im Weltladen. Rund 30 Mitglieder hat der Verein mittlerweile, etwa die Hälfte davon hilft aktiv mit. Über fleißige Helfer würde sich der Eine-Weltkreis freuen. Denn ohne Ehrenamtler läuft im Weltladen nichts. Wurde früher die Verwaltungsarbeit von der Kirchengemeinde erledigt, hat der Verein das seit langem in Eigenregie übernommen. Der Weltladen war in diesem Jahr zu Heiligabend geöffnet. Reinhardt: "Das ist für uns ein guter Vormittag."

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