Auf Initiative des CVJM-Jugendleiters hat sich das Quintett zusammengefunden. Christliches Liedgut wird gecovert.

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Die Band „Crash“ trifft sich im Jugendraum der Evangelischen Kirche (v.r.): Georg Wentzel, Meike Biewald, Steffen Reith, Julia Blöser und Sven Klostermann.

Die Band „Crash“ trifft sich im Jugendraum der Evangelischen Kirche (v.r.): Georg Wentzel, Meike Biewald, Steffen Reith, Julia Blöser und Sven Klostermann.

Simone Bahrmanmn

Die Band „Crash“ trifft sich im Jugendraum der Evangelischen Kirche (v.r.): Georg Wentzel, Meike Biewald, Steffen Reith, Julia Blöser und Sven Klostermann.

Neviges. "Wir wollen auch Jugendliche erreichen, die mit Gott eigentlich nichts am Hut haben", sagt Julia Blöser. Die 24-Jährige ist Sängerin bei "Crash", der Jugendband der Christlichen Vereinigung Junger Menschen (CVJM). Ihr Glaube hat oberste Priorität. Mit ihrer Musik wollen sie Gott die Ehre erweisen und zeigen, dass Gottesdienst nicht nur aus einer wortreichen Predigt bestehen muss. "Crash" ist die einzige Band in Velbert, die die Kirche rocken darf.

Musikszene Vor eineinhalb Jahren hat sich die fünfköpfige Truppe auf Initiative des CVJM-Jugendleiters René Görtz zusammengetan. "Er hatte die Idee einer christlichen Jugendband. Wir kannten uns schon alle aus der Gemeinde, da hat sich das ergeben", sagt Meike Biewald (Gitarre und Gesang). Görtz hat selbst jahrelange Banderfahrung mit "ambergrain" gesammelt. Nach Auflösung der Band ist er für die Jugendlichen jetzt eine Art Mentor. Der Anfang war alles andere als leicht, denn Sven Klostermann (Bass), Steffen Reith (Schlagzeug), Georg Wentzel (E-Gitarre) und Meike Biewald hatten noch keine nennenswerte Erfahrung an ihren Instrumenten. Doch inzwischen haben sie ihr musikalisches "Werkzeug" schon gut im Griff. Steffen geht in die Musikschule, Georg und Meike lernen bei René Görtz. Zwei größere Konzerte in der Stadtkirche hat die Band schon gegeben - während des Biker-Gottesdienstes im Oktober und im Rahmen des "etwas anderen" Weihnachtsmarktes. Mit ihrer starken Stimme hat Julia Blöser Rock-Atmosphäre in die Stadtkirche gebracht. Rund 25 gecoverte christliche Lieder auf Deutsch und Englisch haben "Crash" schon gut drauf. Doch längerfristig sind auch eigene Texte geplant. "Unser kreativer Kopf ist Georg. Er ist auch musikalisch sehr begabt", sagt Steffen. Geprobt werden alle Lieder einmal pro Woche im Gemeindehaus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Neviges. "Wir haben großes Glück. Unser Equipment wird durch Spenden des CVJM mitfinanziert. Außer den Instrumenten, die gehören uns", sagt die Meike (22). Im Alltag sind die 18- bis 24-jährigen Bandmitglieder Studenten, Schüler und Auszubildende. Doch die Gruppe ist mehr als nur ein Hobby. Sie sind eine Gemeinschaft, das bringen sie auch in ihrem wohlüberlegten Bandnamen zum Ausdruck. "Crash bedeutet Herde. Wir haben in einem Gottesdienst etwas über eine Nashornherde gehört, so ist der Bandname entstanden", erklärt Georg. Nashörner können eine Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometer erreichen. Dabei sind sie bis zu 3000 Kilogramm schwer und können nur zehn Meter weit sehen. "Und trotzdem sind sie so mutig, einfach loszurennen. Sie vertrauen auf Gott. So wie wir", erklärt Julia ihre Faszination. So einigen Gottesdiensten möchte die Band noch eine rockige Note verleihen. Eine eigene CD aufzunehmen und einmal ein großes Konzert zu spielen, das würden sie sich außerdem wünschen.

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