Am Sonntag ging es bei der „Rallye rund ums Deilbachtal“ des SV Nordrath um Kondition und Köpfchen. Mit dabei: Christine Neureiter und Freund Fabian Robok.

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Los geht’s: Den Zettel mit den ersten Fragen in der Hand, machen sich Fabian Robok und Christine Neureiter zusammen mit weiteren Wanderern auf den 13,6 Kilometer langen Weg. Im Verlauf der Strecke müssen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben lösen.

Los geht’s: Den Zettel mit den ersten Fragen in der Hand, machen sich Fabian Robok und Christine Neureiter zusammen mit weiteren Wanderern auf den 13,6 Kilometer langen Weg. Im Verlauf der Strecke müssen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben lösen.

Simone Bahrmann

Los geht’s: Den Zettel mit den ersten Fragen in der Hand, machen sich Fabian Robok und Christine Neureiter zusammen mit weiteren Wanderern auf den 13,6 Kilometer langen Weg. Im Verlauf der Strecke müssen die Teilnehmer verschiedene Aufgaben lösen.

Neviges. 13,6 Kilometer - diese Strecke kann Christine Neureiter(42) und Fabian Robok (41) nicht schrecken. Beide sind geübte Wanderer, Christine Neureiter ist sogar die Kletterpfade in den Dolomiten gewohnt. Nun geht es durchs Niederbergische, in der Hand einen Zettel, auf dem knifflige Fragen notiert sind. Mit rund 140 weiteren Startern hat sich das Paar am Sonntag der Orientierungswanderung des SV Nordrath angeschlossen. Zum 33. Mal veranstaltet der Verein eine Rallye für Fußgänger. Nicht nur Kondition, sondern auch Köpfchen ist dabei gefragt.

Seit 1977 schickt der Verein in jedem Herbst die Wanderer auf Tour

"1977 sind wir das erste Mal gewandert, von 1978 haben wir sogar noch ein Plakat gefunden, auf dem das damals aktuelle Trimmmännchen abgebildet war", sagt der zweite Vorsitzende Frank Kehrmann. Von Jahr zu Jahr wurde die Beteiligung größer. "Es hat sich herumgesprochen, dass unsere Orientierungswanderungen Spaß machen."

Am Sonntag machten sich die ersten gegen 9 Uhr vom Kleinspielfeld an der Nordrather Straße auf den Weg, die letzten Wanderer um kurz vor zwölf. "Es sind Familien mit Kind und Kegel dabei, Gruppen und Einzelpersonen", sagt Kehrmann. Die Strecke führt von Nordrath Richtung Felderbachtal und durch das Deilbachtal zurück.

Christine und Fabian laufen los. Das erste Stück an der Nordrather Straße ist noch nicht so prickelnd, weil viele Autos vorbeifahren. Weiter geht es über die Horather Straße, der Blick fällt auf Dönberg. "Da wird doch gefragt, wie viele Einwohner Dönberg hat", sagt Fabian Robok und blickt auf den Zettel. "Keine Ahnung", sagt er. Er selbst wohnt in Bochum, seine Freundin Christine Neureiter in Neviges. Egal, dann wird halt geschätzt.

In ihrem roten Rucksack hat die Nevigeserin nur eine Regenjacke verstaut. "Mehr brauchen wir nicht. Wir werden unterwegs prima verpflegt, es gibt Getränke, Obst und Würstchen", weiß sie, denn vor drei Jahren ist sie schon einmal mit dem SV Nordrath gewandert. Zwölf Vereinsmitglieder sind gestern als Streckenhelfer im Einsatz. Auch Vorsitzender Marc Hennenberg ist schon früh aufgebrochen, um seinen Posten einzunehmen.

Der SV Nordrath wurde vor 40 Jahren gegründet. An Breitensport bietet der Verein Fußball, Gymnastik, Tischtennis, Volleyball und Leichathletik an.

Jeweils im Herbst bietet der SV seine Orientierungswanderung an. Der ersten Wanderung 1977 folgte jetzt der 33. Wandertag. 140Teilnehmer machten diesmal mit bei der Rallye rund um das Deilbachtal. Zwölf Vereinsmitglieder waren Tag als Streckenhelfer im Einsatz.

An den drei Streckenposten wurden drei Fragebögen mit kniffligen Fragen verteilt. Die Fragen tüfteln der zweite Vorsitzende Frank Kehrmann und Mitorganisatorin Doris Lutz aus. Die drei Gewinner in jeder Altersklasse erhalten eine Urkunde.

Nach einem Stück auf dem Winterberger Weg geht es hinauf in den Wald. Das Gespräch verstummt - auf dem glitschigen Waldboden ist Vorsicht geboten. Der erste Kontrollpunkt ist erreicht. Pressewart Ewald Hennenberg registriert die Wanderer, gibt neue Fragebögen aus, bietet Erfrischungen an. Christine Neureiter und Fabian Robok rasten jedoch nicht lange. Sie schauen sich die nächsten Fragen an. Eine Zahlenreihe stellt sie vor Probleme. Sollte man einen Telefonjoker in Anspruch nehmen? "Das wäre erlaubt", sagt Kehrmann, manche Wanderer hätten sogar ein Lexikon mit.

Nach zweieinhalb Stunden sind die schnellsten Wanderer am Ziel und können sich mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen stärken. Christine und Fabian kommen etwas später an als gedacht - sie haben sich ein bisschen verlaufen. Aber 2010 wollen sie wieder dabei sein.

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