Planerin stellt im Ausschuss ihr Beleuchtungskonzept vor und stößt auf Zustimmung.

Die ersten blauen Bodenstrahler sind testweise bereits im Bereich Am Spring installiert.
Die ersten blauen Bodenstrahler sind testweise bereits im Bereich Am Spring installiert.

Die ersten blauen Bodenstrahler sind testweise bereits im Bereich Am Spring installiert.

Simone Bahrmann

Die ersten blauen Bodenstrahler sind testweise bereits im Bereich Am Spring installiert.

Wülfrath. „Sie haben einen so schönen Teich. An dem will sich ein Tourist gerne aufhalten. Vor allen Dingen, wenn er etwas ausstrahlt. Da gibt es Potenzial.“ Cornelia Zolghadri gestikuliert in diesem Moment. Spricht eindringlich. Schaut die Politiker direkt an. Mit den Augen einer Touristin, erzählt die Lichtdesignerin aus Hamburg, habe sie sich durch die Innenstadt bewegt und sich für ein Lichtkonzept inspirieren lassen. Das Ergebnis – auch für den Krapps Teich – präsentiert sie im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (AWS).

Beleuchtung soll effizienter, aber auch attraktiver sein

Effizienter im Verbrauch, weniger aufwendig in der Wartung, aber auch attraktiver: Das sind die Vorgaben für ein neues Lichtkonzept. Einen Eindruck von dem Zusammenspiel unterschiedlicher Lichtquellen gibt es aktuell bereits als Test im Bereich Im Spring. Dort ist nicht nur eine moderne Lichtstele im Probebetrieb. Auch neun Bodenstrahler deuten an, was sich hinter der Formulierung „Blaues Band“ verbirgt, das seit einigen Monaten als die markante Veränderung, die sich durch die ganze Fußgängerzone ziehen soll, gepriesen wird.

„Diese Blaulichtader, die blaue Streiflichter übers Pflaster wirft, soll an die Geschichte Wülfraths und die Bedeutung der Bäche erinnern“, sagt Zolghadri. Von der Wilhelmstraße, Höhe Wareplatz über Heumarkt und Spring bis zum neuen Einkaufszentrum soll sich die Ader einmal ziehen. Eine Vorstellung, die in der Politik eher positiv kommentiert wird: „Das hat viel Charme“, sagt in der Sitzung beispielsweise Frank Homberg (DLW). Auch André Herbes (WG) „gefällt das“. Er gibt nur zu bedenken, dass die moderne Stele zu hoch, zu hell sei. „Man muss ja mit Sonnenbrille Fernsehen gucken.“ Die Helligkeit, lässt die Expertin wissen, teste zurzeit RWE. „Sie ist noch nicht eingestellt.“

Lichtplanerin schlägt komplette Umstellung auf LED-Technik vor

Um die Energie- und Wartungskosten zu senken, regt Zolghadri an, sollte die gesamte Beleuchtung auf LED-Technik umgestellt werden. Auch die Altstadt-Leuchten, die erhalten werden sollen, würden dann mit LED ausgerüstet. Während in der historischen Innenstadt diese Leuchten mit dem „Blauen Band“ kombiniert werden sollen, schlägt die Lichtplanerin für Spring und die Goethestraße vor, moderne Lichtstelen zu platzieren.

Das Lichtkonzept setzt neben der Grund- und Funktionsbeleuchtung auf besondere Effekte, die die Innenstadt und deren schöne Seiten inszenieren. Das soll für die Stadtkirche gelten, aber auch für die schmalen Zugänge zum Kirchplatz. Auch die Wege im Angergarten könnten illuminiert werden. Für den Teich selbst präsentiert Zolghadri exemplarisch Lichterbälle, die im Boden verankert werden. Auch die Grotte über der Quelle der Anger könnte mit Licht etwas Geheimnisvolles erhalten. Sie schlägt außerdem Korrekturen bestehender Lichtquellen vor – wie vor dem Eingang zum Café am Angergarten: „Die geht gar nicht. Das ist ja Kirmesbeleuchtung.“

Der Austausch der Leuchtmittel in den Altstadtlaternen erfolgt nach und nach durch das RWE. Für die weitergehenden Maßnahmen der Illumination wurden im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms 140 000 Euro bis zum Jahr 2014 einkalkuliert. Der Fördersatz liegt bei 70 Prozent.

Im Ausschuss erläuterte die Stadt auch knapp den Stand der Umsetzung des Stadtentwicklungsprogramms (STEP). So sollen die Arbeiten im Spring Anfang Oktober abgeschlossen werden. Auf dem Heumarkt ist zurzeit eine Musterfläche mit dem neuen Pflaster der Fußgängerzone zu begutachten.

In Schaufenstern der Fußgängerzone sollen demnächst Pläne und Poster über den Stand der Maßnahmen informieren.

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