Mit knapp 100 000 Euro möchte die Stadt Computer für Klassen anschaffen oder vorhandene Technik erneuern.

Wülfrath
Computer sollen bald in vielen Klassen stehen. Archiv

Computer sollen bald in vielen Klassen stehen. Archiv

dpa

Computer sollen bald in vielen Klassen stehen. Archiv

Wülfrath. Mobilfunktelefon, Computerspiele und soziale Netzwerke – die digitale Welt bestimmt den Alltag von Jugendlichen. Und das ist gut so, denn Fachleute sind sich einig: Kinder sollten so früh wie möglich spielerisch an Informatik herangeführt werden. Damit auch in den Schulen entsprechende Angebote gemacht werden können, plant das Dezernat IV Jugend und Bildung der Stadt Großes. Mit etwa 96100 Euro ist der Posten „IT-Ausstattung der Schulen“ in einem Entwurf zur Haushaltsplanung 2015 veranschlagt.

Interaktive Whiteboards für Grundschulen

„Das ist noch alles unter Vorbehalt“, schränkt der verantwortliche Dezernent Hans-Werner van Hueth ein. Die Haushaltsvorberatungen müssen zunächst in den entsprechenden Fachausschüssen verifiziert werden. „Auf keinen Fall gibt es vor November einen Beschluss.“ Liefe alles nach Wunsch, und spielten die Finanzen keine Rolle, würde sich die Lernlandschaft von der Grundschule bis zum Gymnasium in Richtung multifunktionaler Differenzierungsraum entwickeln.

An der Lindenschule soll sukzessive jede Klasse ein interaktives Whiteboard, das sind beschreibbare Tafeln mit Computeranschluss, bekommen. Ebenfalls geplant sind die Anschaffung sogenannter Tablets. In der Parkschule sollen alle zehn Lerngruppen neue PC oder Laptops bekommen, gleiches gilt für die Grundschule Ellenbeek, bei der für acht Klassen Ersatz für die bislang benutzten PC oder Laptops angeschafft werden soll.

Auch die Theodor-Heuss-Realschule soll nach dem Entwurf in Sachen Computertechnik zukunftsfest ausgerüstet werden. Folgerichtig sollen sämtliche XP-basierten Rechner und Monitore erneuert und außerdem Lehrerarbeitsplätze eingerichtet werden.

Nach dem gleichen Prinzip soll die Sekundarschule technisch auf den Stand der Dinge gebracht werden. Neben der Einrichtung von Lehrerarbeitsplätzen ist hier eine „interaktive Multimedia-Ausstattung“, 20 Tablets und ein Smart-Board inklusive, angedacht. Für das Gymnasium steht ebenso eine interaktive Multimedia-Ausstattung auf der Liste, die Unterrichtsräume der Fächer Biologie, Chemie und Physik sollen mit Smart-Boards ausgerüstet werden.

Beschluss steht frühestens im November

Mit der technischen Ausrüstung ist es noch nicht getan. Fachleute fordern, es muss ein Bewusstsein geschaffen werden, dass Computer auch Kulturtechnik sind. Das bedeutet, dass auch die Lehrkräfte entsprechend fortgebildet werden müssen. Selbst, wenn eine jüngere, mit Smartphone, Tablet & Co. vertraute Generation nachrückt

Dass der gesamte Unterricht in die Cloud verlegt wird, bedeuten derlei Investitionen noch lange nicht. Die Cloud ist ein System weltweit verteilter Rechenzentren, die ihre Inhalte oder andere Dienste über das Internet bereitstellen. Wie gesagt, das alles ist Zukunftsmusik.

Die Entwürfe werden von verschiedenen Gremien geprüft und frühestens Ende November darf mit einem endgültigen Beschluss aus Politik und Verwaltung gerechnet werden. Und um eine funktionierende Modernisierung des mobilen Datennetzwerks zu gewährleisten, sind flankierende bauliche Maßnahmen wie Verkabelungsarbeiten, Einbau von Antennen und Access-Points und ähnliches in den einzelnen Gebäuden der jeweiligen Schulen nötig. Die hierfür notwendigen Finanzmittel müssen dann zeitnah an das Immobilien- und Gebäudemanagement weiter gegeben werden.

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