Natalie Brückner hat sich als Restaurantfachfrau gegen starke Konkurrenz gut geschlagen.

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Auf dem Tisch ist Akkuratesse gefragt: Natalie Brückner deckt im „Ratskeller“ für ein mehrgängiges Menü ein. Bei den regionalen Jugendmeisterschaften im Gastronomiegewerbe musste sie außerdem ein Menü entwickeln und bedienen. besondere Herausforderung: Das Flambieren einer Crêpe Suzette“.

Auf dem Tisch ist Akkuratesse gefragt: Natalie Brückner deckt im „Ratskeller“ für ein mehrgängiges Menü ein. Bei den regionalen Jugendmeisterschaften im Gastronomiegewerbe musste sie außerdem ein Menü entwickeln und bedienen. besondere Herausforderung: Das Flambieren einer Crêpe Suzette“.

Simone Bahrmann

Auf dem Tisch ist Akkuratesse gefragt: Natalie Brückner deckt im „Ratskeller“ für ein mehrgängiges Menü ein. Bei den regionalen Jugendmeisterschaften im Gastronomiegewerbe musste sie außerdem ein Menü entwickeln und bedienen. besondere Herausforderung: Das Flambieren einer Crêpe Suzette“.

Wülfrath. Um 17 Uhr ist Natalie Brückner mit den Vorbereitungen fast fertig. Die Tische sind eingedeckt und sie kann sich den Empfehlungen des Tages widmen. Sorgfältig überträgt sie die Notizen aus ihrem Block auf die großen Tafeln, die später jedem Gast im Restaurant „Ratskeller“ direkt ins Auge stechen sollen.

Die erste Auszubildende von Jutta Korten

Die 21-jährige ist die erste Auszubildende im Ratskeller, seit Jutta Korten das Restaurant seit 2005 betreibt – und eine sehr erfolgreiche noch dazu: Bei den regionalen Jugendmeisterschaften der gastgewerblichen Berufe belegte sie im Kampf um den Handelshof-Pokal den dritten Platz.

Ein Erfolg, der umso höher zu bewerten ist, wenn man bedenkt, gegen welche Konkurrenz die Wülfratherin antreten musste. „Es waren viele Auszubildende von großen Hotels, vom Haus Stemberg und Gut Höhne dabei“, sagt Natalie Brückner. Häuser mit hervorragendem Ruf – und ganz anderen Möglichkeiten.

„Wir mussten beim Wettbewerb ein Menü entwickeln, die Tische eindecken und dann Gäste bedienen“, sagt Natalie Brückner: „Dazu gehörte auch das Flambieren einer Crêpe Suzette.“ In größeren Häusern wird dies häufiger von den Auszubildenden verlangt – für Natalie Brückner war die Aufgabe Neuland. Doch auch in solchen Momenten versucht sie, ruhig zu bleiben und sich nichts anmerken zu lassen.

„Man ist ja hauptsächlich Schauspieler“, sagt sie lachend über ihren Beruf: „Man muss immer freundlich sein, auch wenn man mal schlechte Laune hat oder traurig ist.“ Denn im Mittelpunkt ihres Berufs steht nun mal der Umgang mit den Gästen – und die sollen sich schließlich wohlfühlen, sagt Natalie Brückner.

Einstige Frühaufsteherin ist Freitagabend im Einsatz

Seitdem sie nach dem Fachabitur ihre Ausbildung begann, hat sich viel im Leben der blonden Frau geändert. „Ich war eigentlich immer ein Frühaufsteher“, sagt sie. Heute schläft die Wülfratherin meistens bis 11 Uhr und arbeitet dafür an den Abenden. Auch an Feiertagen ist sie im Einsatz. Halb so wild, sagt Natalie Brückner: „Die Gäste sind da in so einer feierlichen Grundstimmung, das finde ich immer schön.“ Dass ihr Weg sie einmal ins Gaststättengewerbe verschlägt, hätte Natalie Brückner früher nicht gedacht.

„Eigentlich wollte ich eher Richtung Mediengestaltung oder Raumausstattung.“ Doch nach der Schule wollte sie erstmal etwas ganz anderes machen – und las die Anzeige, in der Jutta Korten eine Küchenhilfe suchte. „Ich habe dann gesagt, dass ich eigentlich eine Ausbildung suche, und einen Monat später hatte ich den Vertrag auf dem Tisch“, freut sie sich bis heute.

Inzwischen lernt sie selbst den nächsten Auszubildenden an und genießt es, den Schulalltag hinter sich gelassen zu haben. Konkrete Pläne für die Zukunft hat sie daher noch nicht, sie fühlt sich wohl im „Ratskeller“, träumt aber davon, im Sommer einmal im Ausland zu arbeiten – am liebsten in Spanien. Egal, was dort auf sie zukommt, beim Flambieren wird es künftig keine Probleme mehr geben. „Die Crêpe Suzette kann ich jetzt.“

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