Unter 127 Vorschlägen haben die Vorschulkinder der Kita „Stadtspatzen“ die lustigen Namen für die Spieltiere ausgewählt.

Juryentscheid im Regen: Bimmel, Bommel und Bammel sollen die Spielschafe heißen, befanden die Kinder einstimmig.
Juryentscheid im Regen: Bimmel, Bommel und Bammel sollen die Spielschafe heißen, befanden die Kinder einstimmig.

Juryentscheid im Regen: Bimmel, Bommel und Bammel sollen die Spielschafe heißen, befanden die Kinder einstimmig.

Juryentscheid im Regen: Bimmel, Bommel und Bammel sollen die Spielschafe heißen, befanden die Kinder einstimmig.

Simone Bahrmann, Bild 1 von 2

Juryentscheid im Regen: Bimmel, Bommel und Bammel sollen die Spielschafe heißen, befanden die Kinder einstimmig.

Wülfrath. Paula strahlt. Maja juchzt. Lukas lacht. Und Hüssem kann mit dem Jubeln gar nicht mehr aufhören. Die Vorschulkinder der städtischen Kindertagesstätte „Stadtspatzen“ an der Wilhelmstraße sind sich einig, wie die drei Spielschafe in der Fußgängerzone heißen sollen: Bimmel, Bommel und Bammel. Nach den Sommerferien soll das Trio mit einem kleinen Fest „getauft“ werden.

Sechs Wochen lang konnten Wülfrather Namensvorschläge machen. Pro Vorschlag musste ein Euro gezahlt werden. Das Geld kommt der Eltern- und Bürgerinitiative „Mehrgenerationenspielplatz In den Banden“ zugute. Insgesamt sind 127 Vorschläge eingereicht worden. „Wirklich eine schöne Zahl“, wie Karin Schlüter, eine der drei Sprecherinnen der Initiative, sagt.

„Wülfraths Schafe brauchen einen Namen“ hieß die Aktion, die die Spielplatzinitiative mit der Westdeutschen Zeitung unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Claudia Panke durchführte. Die Idee dazu hatte CDU-Vorsitzender Andreas Seidler, der mit seinem Sohn Momo zu den Stammbesuchern der Schafherde gehört.

„Reale“ Namen kommen nicht an

Jurysitzung unter dem Dach der Kita Stadtspatzen: Kinder, die nach den Ferien in die Schule gehen werden, sichten die weißen und gelben Zettel, auf denen die Vorschläge stehen. Jeder einzelne Name wird vorgelesen – und zumeist ganz schnell verworfen.

Und ebenso schnell wird klar: Die Mädchen und Jungen können mit vielen Namen, die eingereicht wurden, gar nichts anfangen. „Nee. Mario passt doch nicht zu einem Schaf“, sagt Ada ganz entrüstet. Und Lukas schüttelt den Kopf: „Schon wieder Claudia? Das geht gar nicht.“

Die Siegernamen hat Karin Hoffmeister vorgeschlagen. Sie gewinnt dafür Wülfrathaler, die Einzelhändler Dirk Schlüter ausgelobt hat. Ein Foto-Shooting mit Outdoor-Fotografin Anna-Lisa Lüdecke hat Familie Boeken gewonnen.

Der Erlös des Wettbewerbs ist für die Spielplatzinitiative bestimmt. Diese trifft sich wieder am 15. Juli. Dann wird auch über ein großes Kinderspielfest auf den Anlagen In den Banden gesprochen, das die Initiative zum Kartoffelfest Ende September durchführen möchte.

In der Tat gab es unter den Vorschlägen einen Favoriten, was die Menge angeht: Mehr als 20-mal wurde Claudia oder Claudi – ganz offenbar in Anlehnung an Bürgermeisterin Panke – ins Rennen geschickt. Doch bei den Kindern stoßen politisch motivierte Namen auf keine Zustimmung: Auch Klaus und Wolfgang legen die Stadtspatzen gleich zur Seite. Da wird gar nicht erst diskutiert!

Bimmel ist das schwarze Schaf

Verspielte, kindliche Namen – die werden lautstark gelobt: Pixi? „Klasse!“ Hüpp? „Su- per!“ Aber auch Rudi, Anton und Ferdinand finden kurzzeitig Fans. Schließlich ist es aber eindeutig und einstimmig: Bimmel, Bommel und Bammel. Das sollen die Namen sein. Und die Kinder sind sich einig: Bimmel ist das schwarze Schaf.

Andreas Seidler ist begeistert. „Ich finde die Namen super. Es sind Spielgeräte für Kinder und diese sollten auch Kindernamen haben.“ Er regt jetzt ein Namensgebungsfest nach den Ferien an. „Details können beim nächsten Treffen der Spielplatzinitiative am 15. Juli besprochen werden.“

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