Rauchmelder weckte Feuerwehrmann: Eine Seniorin (88) wurde gerettet.

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Der nächtliche Feuerwehreinsatz an der Krummenweger Straße ist dank des Rauchmelder-Alarms noch einmal gut ausgegangen.

Der nächtliche Feuerwehreinsatz an der Krummenweger Straße ist dank des Rauchmelder-Alarms noch einmal gut ausgegangen.

Feuerwehr

Der nächtliche Feuerwehreinsatz an der Krummenweger Straße ist dank des Rauchmelder-Alarms noch einmal gut ausgegangen.

Lintorf. Einen besonders aufmerksamen Schutzengel hatte die 88-jährige Seniorin, in deren Wohnzimmer Montagnacht ein Adventskranz lichterloh brannte. Der Schutzengel heißt Detlef Geldmacher (59) und wohnt im gleichen Haus der Wohnanlage an der Krummenweger Straße.

Geldmacher und seine Frau wurden um 3.25 Uhr in der Nacht von einem schrillen Ton geweckt: Es war der Alarm eines Rauchmelders. Geldmacher, seit 30 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Lintorf, zögerte keine Sekunde und sprang aus dem Bett.

Im Hausflur nahm er deutlich Brandgeruch wahr, wusste aber nicht, woher der kam. Er klingelte die Nachbarn aus dem Schlaf und sah dann, dass der Rauch aus der Wohnung der 88-Jährigen drang.

Geldmacher wusste, dass die Seniorin schwerhörig und gehbehindert ist. Er alarmierte seine Kollegen von der Feuerwache und öffnete mit einem Schlüssel die Wohnungstür der Seniorin, aus der ihm sofort dichter Qualm entgegenschlug. Ohne Schutzausrüstung konnte er nicht in die Wohnung - er hätte sich selbst erheblich gefährdet.

Für seine Kameraden, die nur vier Minuten nach dem Alarm am Brandort eintrafen, war es Routine: Unter Atemschutz drangen sie in die Wohnung vor und entdeckten die 88-Jährige schlafend in ihrem Schlafzimmer, dessen Tür zum Glück geschlossen war:

So konnte nur wenig Rauch eindringen. Die alte Dame wurde geweckt und unter einer so genannten Fluchthaube aus der Wohnung gebracht. Der Adventskranz war schnell gelöscht, die Wohnung mit Hochdrucklüftern rauchfrei gepustet.

"Wäre die Schlafzimmertür nicht geschlossen gewesen, wäre die Frau jetzt mit Sicherheit tot", weiß Geldmacher aus Erfahrung.

Er freut sich nicht nur über den glücklichen Ausgang des Zimmerbrandes, sondern auch darüber, dass er beim Bezug der Wohnanlage darauf gedrängt hatte, in allen Gebäuden und Fluren Rauchmelder installieren zu lassen. So konnte das Schlimmste verhindert werden.

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