Die Umweltgruppe trifft sich einmal in der Woche. Mit Leihopa Hans-Jürgen Schlingsog ging sie auf Entdeckungstour im Niermanns-Wäldchen.

Auch das Bestimmen von Bäumen gehörte zur der Entdeckungstour der Kinder von der Lindenschule im Niermanns-Wäldchen.
Auch das Bestimmen von Bäumen gehörte zur der Entdeckungstour der Kinder von der Lindenschule im Niermanns-Wäldchen.

Auch das Bestimmen von Bäumen gehörte zur der Entdeckungstour der Kinder von der Lindenschule im Niermanns-Wäldchen.

Simone Bahrmann

Auch das Bestimmen von Bäumen gehörte zur der Entdeckungstour der Kinder von der Lindenschule im Niermanns-Wäldchen.

Wülfrath. "Wir atmen CO2 aus, das dann die Bäume aufnehmen", erklärt Julian Hansen stolz einen Teil der Fotosynthese. In der Hand hält er ein Kohlenstoff-Molekül aus Knete, an dem zwei Kügelchen den Sauerstoff darstellen.
 
"Das hat uns nämlich alles Herr Schlingsog beigebracht", sagt der Zehnjährige. Mit neun anderen kleinen Wissenschaftlern und "Leihopa" Hans-Jürgen Schlingsog geht Julian Hansen auf Entdeckungstour durch das Niermanns-Wäldchen.
 
Die Kinder der Offenen Ganztagsschule (Ogata) der Lindenschule treffen sich wöchentlich, um in der Umweltgruppe Experimente durchzuführen, in der Natur zu forschen oder einen Schulgarten mit Gemüse und Blumen anzulegen.
 
Hans-Jürgen Schlingsog, der in seiner ehrenamtlichen Funktion als "Leihopa" das erste Mal die Kinder der Ogata Lindenschule besucht und mit ihnen Projekttage unter dem Thema "geschichtliche Exkursionen in der Natur und Wissenschaft" gestalten wird, stößt bei seinen Schützlingen direkt auf helle Begeisterung.
 
"Herr Schlingsog hat viel Wissen, das er spannend verpacken kann", begeistert sich auch Nadine Helmers, die für den Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer die Grundschüler nachmittags betreut.

Die Evolution, die Fotosynthese, das Bestimmen der Bäume - mit diesem Leihopa macht das Lernen Spaß. Wie kleine Indianer schleichen die Kinder durch das Unterholz - Speer und Bogen fest in ihrer Hand.

Eine richtige Schatzsuche zur Belohnung

"Die Menschen im Neandertal benutzten früher häufiger den Speer. Mit der Zeit lernten sie, dass es leichter ist, die Tiere nah heran zu holen, um sie treffen zu können", weiß Daniel Mielke (10) nun.
 
Während die Jungen noch den ganzen Nachmittag mit Pfeil und Bogen durch den Wald streifen, widmen sich die Mädchen den Bäumen. "Wer findet einen Baum hier in diesem Wald, der keine Buche ist?" fragt Schlingsog in die Runde. "Da, ich sehe ihn. Es ist eine Eiche", ruft Chrissi Schulten (7) wie aus der Pistole geschossen.

Hans-Jürgen Schlingsog ist stolz, wie viel die Kinder in so kurzer Zeit gelernt haben. Doch besonders der Spaß soll im Vordergrund stehen. Und den beschert der Leihopa an diesem Nachmittag den Kindern mit einer richtigen Schatzsuche: "Ich habe gehört, dass einst Napoleon mit ganz vielen Schätzen hier entlang geritten ist, aber dann überfallen wurde. Vielleicht findet ihr ja noch Reste des Schatzes!"

Und tatsächlich: Ringe, Perlen, Haarschmuck und auch Gummibärchen hat der französische Feldherr für die Kinder der Ogata zurückgelassen - da war die Freude bei den Mädchen und Jungen groß.
 

Leihomas und -opas in der OGATA

Senioren: Durch das SKFM-Projekt "Leihoma/Leihopa" konnten bereits mehrere Senioren im Rahmen der Offenen Ganztagsschule eingebunden werden. Weitere engagierte Frauen und Männer werden gesucht.

Ogata: Zum Angebot der Offenen Ganztagsgrundschule findet am Dienstag, 8. Mai, 20 Uhr, ein Informationsabend für Eltern, deren Kinder die Lindenschule besuchen, in den Räumen der Ogata, In den Eschen 3, statt.

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