Wuppertal/Karlsruhe/Velbert. Das Urteil im Fall der halbtot in einen Kanalschacht geworfenen kleinen Kassandra ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die Revision der Verteidigung als unbegründet verworfen, teilte ein Sprecher des Wuppertaler Landgerichts am Mittwoch mit.

Der 15 Jahre alte Peiniger der Neunjährigen war Ende April wegen versuchten Mordes zu achteinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Der zur Tatzeit 14-Jährige hatte dem Mädchen an einem Spieltreff in Velbert aufgelauert, weil es ihn "verpetzt" hatte und er deswegen nicht mehr mit seinem Bruder spielen durfte.

Mit einem Betonstein zertrümmerte er dem Kind den Schädel, schleifte das bewusstlose Mädchen zu dem Kanalschacht und stieß es eineinhalb Meter in die Tiefe. Dann ließ er vier bis zu 19 Kilogramm schwere Steine auf das Kind fallen, zog den Deckel über den Schacht und tarnte das Versteck mit Ästen.

Nach sieben Stunden rettete ein Spürhund das lebensgefährlich verletzte Mädchen aus seinem Verließ unter der Erde. Tagelang schwebte Kassandra in Lebensgefahr. Sie konnte erst zwei Monate nach der Tat das Krankenhaus verlassen.

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