Der Kabarettist besucht für neue Sendung die Wülfrather „Übersehenswürdigkeit“.

Jürgen Becker (r.) nimmt Kulturamtsleiterin Andrea Gellert und Kameramann Harry Schland mit.
Jürgen Becker (r.) nimmt Kulturamtsleiterin Andrea Gellert und Kameramann Harry Schland mit.

Jürgen Becker (r.) nimmt Kulturamtsleiterin Andrea Gellert und Kameramann Harry Schland mit.

Dirk Thomé

Jürgen Becker (r.) nimmt Kulturamtsleiterin Andrea Gellert und Kameramann Harry Schland mit.

Wülfrath. Erst mal einen Kaffee. Die Fernseh-Crew macht es sich auf den sperrigen Stühlen im Café des Zeittunnels bequem. Neben dem Regal sind Kameras und anderes Equipment abgestellt. Draußen hat es angefangen zu nieseln. Da schmeckt ein Kaffee noch besser.

Gerade ist der Hauptdarsteller eingetroffen: Kabarettist Jürgen Becker. Lässig schlendert er ins Café, grüßt freundlich, ist zum Wochenanfang gut gelaunt und zu Scherzen aufgelegt. Der Start in einen langen Drehtag – und das in Wülfrath.

„Becker, der Entdecker“ wird ab September ausgestrahlt

Der Kölner steht für eine neue Doku-Reihe des WDR-Fernsehens vor der Kamera. „Becker, der Entdecker“ heißt sie und wird ab September freitags ausgestrahlt. Die Idee: Becker schaut sich in jeder der zunächst sechs Folgen einen Tag lang eine Region in NRW genauer an. Er ist dann mit seinem MZ-Motorrad-Gespann unterwegs und steuert sogenannte „Übersehenswürdigkeiten“ an.

„Wir wollen den Zuschauer neugierig auf Einrichtungen und Dinge machen, die eine größere Aufmerksamkeit verdient hätten“, erläutert eine Mitarbeiterin der Produktion. An diesem Montag sind Düsseldorf und Umgebung an der Reihe. Ein Karnevalswagenbauer wird besucht – und eben der Zeittunnel. Kulturamtsleiterin Andrea Gellert freut sich natürlich.

„Wir können diese Art von Werbung bestens gebrauchen“, sagt sie. Für den Zeittunnel sind 90 bis 120 Minuten Drehzeit eingeplant, drei bis vier Minuten werden dann hinterher in der Folge zu sehen sein.

War das Café eben Kantine, ist es nun Maske: Vor Drehbeginn muss Becker geschminkt werden. Der 52-Jährige lehnt sich zurück. „Da werde ich mal eben geschmiert. Wie alle Kölner“, flachst er in die Runde. Danach wirft er einen ersten Blick auf die Wülfrather „Übersehenswürdigkeit“.

Für die Fotografen zieht er einen Helm auf, greift zum schweren Vorschlaghammer und klopft auf einige Knäpper: „If I had a Hammer“, singt er kurz an, um dann gen Tunnel-Eingang zu gehen. „Da krieg’ ich den Tunnelblick“, witzelt er.

Die Zeittunnel-Saison verläuft bisher mäßig – schuld ist auch das Wetter

Beckers Besuch ist ein Höhepunkt in einer bisher mäßigen Saison. „Das Wetter ist doof“, sagt Gellert. Das wirke sich auf die Besucherzahlen aus. Der Sonntag sei gut gewesen. „Ist die Sonne draußen, sind die Radfahrer da“, betont sie, dass der Panorama-Radweg sehr wohl neues Besucher-Klientel zum Museum am Bochumer Bruch bringt.

Zurzeit wird das Programm für die diesjährige Auflage des „Tunnelflimmerns“ zusammengestellt. Ende August, Anfang September ist wieder Freiluft-Kino angesagt.

Parallel treibt Gellert die Planungen für die neue Zeittunnel-Konzeption voran. „Aktuell berät uns der Landschaftsverband, welche Agentur wir mit der Erstellung des Konzepts beauftragen sollen“, sagt sie. 10 000 Euro stehen für die Leistung zur Verfügung. In diesem Sommer werde der Auftrag aber sicher vergeben.

Im November sollen dem Kulturausschuss erste Ergebnisse präsentiert werden. Dass ein Naturerlebnispfad auf der Halde Teil des Konzepts sein soll, steht laut Gellert fest. Das ist schon länger geplant. Bisher scheiterte die Realisierung an der Finanzierung. Erst Anfang des Jahres hatte der Landschaftsverband einen entsprechenden Förderantrag nicht bewilligt.

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