Wenn kein neuer Pächter gefunden wird, verliert der TC Homberg sein Winterquartier.

Für viele Tennisfreunde ein unverzichtbarer Trainingsort: Die Tennishalle in Homberg.
Für viele Tennisfreunde ein unverzichtbarer Trainingsort: Die Tennishalle in Homberg.

Für viele Tennisfreunde ein unverzichtbarer Trainingsort: Die Tennishalle in Homberg.

Pierre-Claude Hohn

Für viele Tennisfreunde ein unverzichtbarer Trainingsort: Die Tennishalle in Homberg.

Homberg. Mittwochmorgen noch war bei Hannelore Hanning Weltuntergangsstimmung. Zumindest, wenn man sie als Vorsitzende des Tennisclubs Homberg-Meiersberg angesprochen hat.

Seit zwei Tagen trug sie da die Nachricht mit sich herum, dass das Tennis-Badminton-Center im Ort schließen würde. Eine Katastrophe für den Verein. "Wir haben die Halle stark genutzt, es trifft vor allem die Jugendförderung und das Wintertraining."

Zwei Tage lang hatte sie sich schon den Kopf zerbrochen, wie den Spielern aus der Klemme geholfen werden könnte. Nach Lintorf ausweichen, nach Hösel oder Mettmann? Zu weit weg, zu überfüllt. Turnhallen-Zeiten im Ort ergattern? Auch nicht so einfach.

"Das ist alles unbefriedigend", sagt Hanning. "Und dass der Club die Halle übernimmt ist utopisch", überlegt sie.

Potenzielle Nachpächter geben Grund zur Hoffnung

Donnerstagmorgen dürfte die Vorsitzende schon wieder optimistischer sein. Denn es gibt Hoffnung für die Halle, wie die Betreiberin Ursula Riepenhausen erklärt. "Es sieht so aus, als könnte ein Nachpächter gefunden werden", sagt sie.

Interessenten gebe es, die der Anlage mit Investitionen neuen Schwung geben wollen. Die Gespräche laufen allerdings noch - und von ihrem Verlauf hängt tatsächlich das Schicksal des Tennis-Centers ab. Denn für Riepenhausen steht felsenfest, dass sie aufhört.

Weil sie in Ruhestand gehen will, weil das Geschäft schwieriger geworden ist, aber auch wegen der gestiegenen Energiekosten.

Gleichwohl wünscht sich die Betreiberin, dass es mit dem Betrieb weiter geht. "Die Hallen sind so schön, es wäre ein Trauerspiel, wenn man sie anders nutzen müsste."

Hannelore Hanning sieht das ähnlich, aber aus anderer Perspektive. Sie sorgt sich um den Nachwuchs. "Hier trainieren 120 Jugendliche, auch, weil sie eine super Trainingslandschaft haben."

Auch die sportlichen Erfolge haben mit der Nähe zur Tennishalle zu tun, so wie bei Björn Barwinski, der gerade in den Landeskader aufgenommen wurde.

Die gesamte Winterarbeit von Trainerin Ines Heise - eine Spitzenspielerin, auf die der Verein sehr stolz ist - stünde ohne das Tennis-Center in Frage.

Doch aus dem Jammern ist seit Mittwoch ein Hoffen und Zittern geworden. Mit einer Entscheidung der Interessenten rechnet Riepenhausen im Laufe der kommenden zwei Wochen.

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