Die Stadt Ratingen und Straßen NRW geben Entwarnung.

Ein neuralgischer Punkt, der in Hösel seit Jahren für Unmut sorgt: der holprige Bahnübergang auf der B 227.
Ein neuralgischer Punkt, der in Hösel seit Jahren für Unmut sorgt: der holprige Bahnübergang auf der B 227.

Ein neuralgischer Punkt, der in Hösel seit Jahren für Unmut sorgt: der holprige Bahnübergang auf der B 227.

Pierre-Claude Hohn

Ein neuralgischer Punkt, der in Hösel seit Jahren für Unmut sorgt: der holprige Bahnübergang auf der B 227.

Hösel. Der Aufschrei in Hösel war laut und heftig. Und verständlich angesichts der Befürchtungen, die im Raum standen. Wie es hieß, wolle Straßen NRW für den Brückenbau über die S-Bahn-Gleise an der B 227 die Totalsperrung der Höseler Hauptverkehrsader - und das für geschlagene 18 Monate.

Als Begründung für diesen drastischen Schritt wurde die Verkürzung der Bauzeit angeführt, die sonst nicht unter 26 Monate liegen würde. Anwohner, Geschäftsleute und Politiker liefen unisono Sturm dagegen. Worte wie "Existenzbedrohung" machten die Runde, schließlich sei man anderthalb Jahre gewissermaßen von der Außenwelt abgeschnitten. Und was passiert, wenn’s brennt?

Landtagsabgeordneter Droste schrieb schon an Verkehrsminister

Zwar sind alle für den Bau der Brücke, damit Hösel von diesem neuralgischen Punkt befreit wird - aber nicht um diesen Preis. Der CDU-Landtagsabgeordnete Wilhelm Droste schrieb sogar schon einen Brief an NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper, mit der Bitte, die Totalsperrung zu verhindern.

Sowohl von Seiten der Stadt als auch von Straßen NRW kam gestern jedoch Entwarnung. Eine komplette Sperrung der B 227 mit solcherlei Konsequenzen werde es nicht geben, sagte Klaus Konrad Pesch, der den im Urlaub weilenden Bürgermeister Harald Birkenkamp zurzeit vertritt. "Wir waren selbst überrascht, als wir hörten, Straßen NRW entscheide da etwas über unsere Köpfe hinweg", so Pesch, bei dem dennoch sämtliche Alarmglocken schrillten.

"Das dürfte Straßen NRW aber auch gar nicht. Schließlich müssen wir als Stadt an den Planungen beteiligt werden. Straßen NRW muss das, was wir beispielsweise in Sachen Rettungswege und Einsatzfahrten konzeptionell vorgeben, in die Planungen mit einarbeiten."

Dass "solche Gerüchte" kursierten, irritiert auch Thomas Bonda, stellvertretender Leiter von Straßen NRW. "Bevor wir irgendwas festzurren, sprechen wir natürlich mit der Stadt. Wir warten zurzeit das Konzept aus dem Rathaus ab. Erst wenn wir alles unter einem Hut haben, vor allem das, was Feuerwehr und Polizei angeht, wird ausgeschrieben."

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