Der MGV Sängerkreis überzeugt auf ganzer Linie bei seinen beiden Weihnachtskonzerten in der Kirche St. Joseph.

Kultur
Der MGV Sängerkreis unter der Leitung von Lothar Welzel begeisterte die Zuhörer seiner beiden Konzerte in St. Joseph.

Der MGV Sängerkreis unter der Leitung von Lothar Welzel begeisterte die Zuhörer seiner beiden Konzerte in St. Joseph.

(Simone Bahrmann)

Der MGV Sängerkreis unter der Leitung von Lothar Welzel begeisterte die Zuhörer seiner beiden Konzerte in St. Joseph.

Wülfrath. Marlies Beckmann ist sehr gespannt. Ihre Tochter hat ihr zu Nikolaus die Karten für das Weihnachtskonzert des MGV Sängerkreis geschenkt. „Ich habe schon mehrere Konzerte des MGV gehört – die singen wirklich toll. Und gerade in der Vorweihnachtszeit ist man froh, wenn man mal etwas wirklich Hochwertiges hört.“

„Die singen wirklich toll.“

Marlies Beckmann, Zuhörerin

Mit ähnlichem Qualitätsanspruch ging wohl auch das restliche Publikum an die Konzerte in der Kirche St. Joseph heran – jedenfalls waren beide Vorstellungen gut besucht. Sollte doch nicht nur der beliebte Männerchor, sondern auch zwei Solisten der Folkwang Universität auftreten.

„Hoch tut Euch auf“ tönt es durch die Kirche, als der MGV beginnt. Marlies Beckmann schließt die Augen. „Ach Gott, ist das schön!“ Keine Frage: Dieser Chor spielt in einer anderen Liga. Die Sänger des dreimaligen Meisterchors füllen die Kirche bis in den hintersten Winkel mit ihrem Gesang. Von klassischen Weihnachtsliedern wie „Es ist ein Ros entsprungen“ oder „Es kommt ein Schiff geladen“ bis hin zu moderneren Stücken wie dem „Trommellied“ überzeugen sie unter der Leitung von Lothar Welzel mit vollem Klang.

Fast singt der MGV auch die für das Konzert engagierten Solisten an die Wand. Während Irina Simmes noch mit solider Leistung und vor allem charmanter Bühnenpräsenz punktet, klingt Mezzo-Sopran Hasti Molavian leider in den höheren Tonlagen unangenehm quäkig – und wirkt vor allem so, als wäre sie im Moment überall lieber, als auf dieser Bühne.

Der Chor jedoch überzeugt auf der ganzen Linie und wird zu Recht am Ende mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Das gilt auch für Thomas Gerhold. Der Kirchenmusiker setzt mit seiner Klavierbegleitung – zum Beispiel beim experimentellen „Praise“ Karl Jenkins – bemerkenswerte Akzente.

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