Laut Investor könnte der Angermarkt doch schon im September geöffnet werden. Es geht mit Hochdruck voran. Zum letzten Mal schauen Parkschüler für die WZ auf die Baustelle.

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Haben für die WZ die Baustelle für den Angermarkt ein Schuljahr lang im Blick gehabt (v.l.): Leonie, Lena und Ryana.

Haben für die WZ die Baustelle für den Angermarkt ein Schuljahr lang im Blick gehabt (v.l.): Leonie, Lena und Ryana.

Simone Bahrmann

Haben für die WZ die Baustelle für den Angermarkt ein Schuljahr lang im Blick gehabt (v.l.): Leonie, Lena und Ryana.

Wülfrath. Ein Bagger schiebt Erde auf den Haufen. Daneben stampft ein Arbeiter mit einem Planiergerät den Boden vor dem Lieferanteneingang fest. Zwei Schlosser montieren Fensterrahmen. „Von außen sieht das irgendwie fast fertig aus“, sagt Leonie (10). Zum letzten Mal schaut sie mit ihren Klassenkameradinnen Lena und Ryana (beide 10) für die WZ auf die Baustelle des Angermarkts. „In den letzten Wochen ist jetzt alles ganz schnell gewachsen“, stellt Lena fest.

Die Bauzeit – fast identisch mit der Dauer eines Schuljahres. Immer wieder haben die drei Parkschüler über ihre Eindrücke von der Großbaustelle berichtet. Nun stehen sie noch einmal am Bauzaun – und staunen: „Der Parkplatz ist bestimmt größer als das Haus, das entsteht“, glaubt Ryana. „Wirklich ganz groß“, merkt Lena an.

Die Lärmbelästigung durch die Baustelle sei für die Grundschule nicht so schlimm gewesen. „Erst in den vergangenen Wochen ist es laut geworden“, sagt Ryana. Dabei könne sie aber nicht sagen, ob das mit dem Bau des Einkaufszentrums zu tun habe oder mit der Sanierung der Parkstraße. „Auf jeden Fall haben wir noch einmal einen neuen Schulweg gehen müssen“, sagt Leonie. Nach der Sperrung der Parkstraße müssen alle nun über Schulstraße und den Schulhof der Hauptschule.

Der Mauer zur Parkschule können die Kinder nichts Schönes abgewinnen

Der Blick der drei Mädchen wandert zur neuen Steinmauer, die den Hang zur Parkschule abstützt. „Das sieht wie gestapeltes Baumaterial aus“, kann Ryana ihr nichts Schönes abgewinnen. „Da ist das jetzt so steil, dass man keine Bälle mehr holen kann, die beim Spielen vom Schulhof auf die Baustelle fliegen“, sagt Lena. Und die Bauarbeiter würden die Bälle auch nicht zurückwerfen. Ryana: „Einmal hat ein Mann einen Ball aufgehoben und in seinen Wagen gelegt. Das war nicht freundlich.“

Die durch den strengen Winter verlorene Zeit ist wieder aufgeholt

Auf der Baustelle ist’s wuselig. Überall wird gearbeitet – als würde man alles daran setzen, die im kalten Winter verlorene Zeit wieder aufzuholen. „Und das ist uns auch gelungen“, bestätigt Ulrich Frericks, Geschäftsführer des Münchener Investors Focus Real Estate. War zuletzt die Rede davon, dass der Angermarkt mit seinen Geschäften im Oktober seine Pforten öffnen würde, soll es nun doch der September sein. „Wenn die Läden es wollen, können sie zum Kartoffelfest öffnen“, sagt Frericks. Und das findet am Wochenende 28./29. September statt.

5000 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen auf dem Areal an der Goethestraße. Der Bauherr Focus Real Estate investiert mehr als zwölf Millionen Euro.

Alle Flächen im Markt sind belegt. Ankermieter sind Edeka und Aldi. Außerdem ziehen ein: Bäckerei/Konditorei Büsch (mit großem Außencafé), die Drogerie Roßmann, Ernstings Family, Takko sowie die Rathaus-Apotheke, die umzieht.

Eine Eröffnung werden Lena, Leona und Ryana nicht mehr als Parkschüler erleben – sie wechseln nach den Sommerferien aufs städtische Gymnasium an der Kastanienallee.

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