Die Prüfer haben keine Beanstandung an der Eröffnungsbilanz der Stadt.

Wülfrath. "Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt." Kurz und knapp stellt das Rechnungsprüfungsamt die Korrektheit der Wülfrather Eröffnungsbilanz fest - nimmt damit CDU und SPD den Wind aus den Segeln. Die hatten noch im Oktober einen "Hilferuf" der Rechnungsprüfer vernommen, sahen die Stadtverwaltung handlungsunfähig und fürchteten um die Eröffnungsbilanz.

"Wir haben es pünktlich geschafft - wie versprochen. Und das hatten wir immer gesagt", stellte daher Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff im Rechnungsprüfungsausschuss fest.

2006 hatte Wülfrath damit begonnen, den Haushalt nach den Vorgaben des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKS) zu führen. Aus diesem Anlass musste die Bilanz zum Stichtag 1.1.2006 erstellt werden. "Das ist ein wichtiger Baustein des NKF", so Ausschuss-Vorsitzender Wolfgang Preuß.

Die Bilanz sei Quelle und Speicherbecken, die der Politik Aufschluss über das Vermögen und dessen Finanzierung geben würden. Zum 1.1.2006 weist die Bilanz der Stadt in Aktiva und Passiva eine Bilanzsumme von 185,51 Millionen aus. Zum Stichtag, das betonen die Prüfer auch, "sind die Liquidität und die Finanzwirtschaft der Stadt als äußerst angespannt beziehungsweise negativ zu beurteilen".

Harald Beier, Leiter des Rechnungsprüfungsamtes des Kreises Mettmann, beschrieb das Prüfungsverfahren als "langen, steinigen Weg, aber es war auch ein erfolgreicher Weg". Er sei sich sicher, dass diese Bilanz auch vor dem Gemeindeprüfungsamt Bestand haben werde.

"Endlich geschafft", kommentierte Manfred Hoffmann den Abschluss der Prüfung. Der SPD-Fraktionsvorsitzende dankte im Namen des Rates Kämmerer Stephan Hölterscheidt und seinem Team für die geleistete Arbeit. Darüber hinaus zollte er dem Rechnungsprüfungsamt Respekt für die engagierte Arbeit, "dafür war auch Geduld nötig".

Er erinnerte aber auch daran, dass "noch im vergangenen Oktober 19 Bilanzpositionen nicht prüfbar gewesen sind". Heute dürfe man feststellen, dass alles abgearbeitet wurde. Die Eröffnungsbilanz sei jetzt die "richtige und gute Basis für die Finanzwirtschaft".

Bürgermeisterin Lorenz-Allendorff dankte ihrerseits Kämmerer und Team für die Arbeit: "Die Prüfung hat keine Beanstandung ergeben."

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