Beim Bau des Radwegs werden die Mauern abgerissen und die Böschungen erweitert.

Plan
Im Zuge des Radwegbaus wird statt der Brücke in Hammerstein eine Stahlröhre eingebaut, über die dann die Straße führt.

Im Zuge des Radwegbaus wird statt der Brücke in Hammerstein eine Stahlröhre eingebaut, über die dann die Straße führt.

Simone Bahrmann

Im Zuge des Radwegbaus wird statt der Brücke in Hammerstein eine Stahlröhre eingebaut, über die dann die Straße führt.

Wülfrath. Diese Brücke ist in die Jahre gekommen: 1926 entstand das Bauwerk, das die  L 74 von Velbert kommend über die Gleise der früheren Niederbergbahn führt und an den Kreisverkehr Hammerstein anschließt. Zuletzt wurde sie in den 1970er-Jahren saniert. Im Zuge der Planungen für den Panoramaradweg auf der alten Bahntrasse kam heraus, dass nicht nur die Stützmauern im Bereich Hammerstein „angepackt“ werden müssen, sondern auch die Fahrbahn der Brücke. „Kosten von 5,5 Millionen Euro standen für das Land im Raum“, sagt Friedhelm Reusch, Stabsstelle Technische Koordination Kreis Mettmann, im WZ-Gespräch. Doch diese teure Brückensanierung ist vom Tisch.

Statt 5,5 Millionen nur 200 000 Euro Kosten

Böschungen statt Stützmauern, eine Stahlröhre statt eines Brückenbauwerks – und in der Summe soll das kaum mehr als 200 000 Euro kosten. Wie die Niederrheindirektion von Straßen NRW und auch Reusch bestätigen, soll der Brückenersatz 2012 erfolgen. „Das soll binnen eines Wochenendes geschehen können“, sagt Reusch. Demnach würde in der Nacht zu einem Samstag die aktuelle Brücke abgerissen, um dann am Wochenende die Röhre zu platzieren. „Große Sperrungen im Berufsverkehr wird es wohl nicht geben.“

Für den Panoramaradweg hat es jetzt schon Auswirkungen: Die Trasse wird im Brückenbereich etwas verlegt, damit jetzt schon die Böschungen angelegt werden können. Das hat dann auch zur Folge, dass die Einschränkung des Gehwegs an der Wilhelmstraße oberhalb der Trasse aufgehoben werden können. „Die Verlegung der Radwegtrasse wird vom Land bezahlt“, sagt Reusch. Die veränderten Planungen in diesem Bereich seien ein Musterbeispiel für interkommunale Kooperationen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer