Das Gymnasium hat ein Lernbüro eingerichtet. Dort bekommen Kinder und Jugendliche Nachhilfe von älteren Mitschülern.

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Der Lehrer im Treppenhaus: Fiete Scheider im neuen Lernbüro des Gymnasiums Wülfrath.

Der Lehrer im Treppenhaus: Fiete Scheider im neuen Lernbüro des Gymnasiums Wülfrath.

Michelle Latta

Der Lehrer im Treppenhaus: Fiete Scheider im neuen Lernbüro des Gymnasiums Wülfrath.

Wülfrath. Im Treppenhaus hat das Gymnasium ein Lernbüro eingerichtet. Im Interview  mit unserer Redaktion berichtet Fiete Scheider, Lehrer der Schule, von diesem neuen Förderprojekt. Dort, wo früher die Bücherei war, gibt es jetzt die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Schülern an Tischen zu lernen. An den Wänden stehen Regale mit Büchern der verschiedenen Fächer. Im Sommer kann draußen gelernt werden, auf den Treppen befinden sich gemütliche Sitzkissen.

Wie ist die Idee entstanden, das „Lernbüro“ einzurichten?

Scheider: Wir Lehrer waren auf einer Fortbildung für Fördermaßnahmen. Dort trafen wir den Schulleiter einer Realschule in Bocholt. Er hat erzählt, dass an seiner Schule mit pädagogischen Konzepten gearbeitet wird und lud uns ein. Dann haben wir überlegt, ob wir die Idee übernehmen sollen. Wir haben die Konzepte der Realschule ein wenig verändert. Dazu wurde die Bücherei frei und wir haben sie neu eingerichtet. Schließlich organisierten wir 14 Schüler, die in allen Fächern helfen können.

Was genau ist das „Lernbüro“?

Scheider: Das Grundprinzip ist, dass ältere Schüler den jüngeren helfen. Die Lehrer bekommen Formulare, mit denen sie schwächere Schüler anmelden können, und es werden Stunden zum Üben vereinbart. Die Schüler können aber auch freiwillig kommen, da es die Formulare auch im Lernbüro gibt.

Gibt es Schwierigkeiten bei der Umsetzung?

Scheider: Die Lehrer müssen natürlich mehr arbeiten. Sie müssen sich überlegen, welche Schüler sie schicken. Jedoch gibt es auch Gutes: Die Schüler hören eher auf ältere Mitschüler als auf Lehrer.

Was erwarten oder erhoffen Sie sich von dem „Lernbüro“?

Scheider: Eine Verbesserung in den Klassen und dass die Schüler sich sicherer fühlen. Denn sie sind nicht alleine, sie kriegen Hilfe. Lernlücken, die entstehen, sollen geschlossen werden.

Wie viele Schüler können teilnehmen?

Scheider: Es ist genug Platz da, aber sollte es mal zu laut oder zu voll werden, können wir auf andere Klassen ausweichen. Mal gucken, wie viele kommen. Andere Schulen haben gute Erfahrungen gemacht.

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