Im Samstagsatelier arbeiten Nachwuchskünstlermit Profis zusammen.

Jonas (v.l.), Leon, Luca und Kim basteln an ihren Knetfiguren für einen Animationsfilm.
Jonas (v.l.), Leon, Luca und Kim basteln an ihren Knetfiguren für einen Animationsfilm.

Jonas (v.l.), Leon, Luca und Kim basteln an ihren Knetfiguren für einen Animationsfilm.

„Einen Animationsfilm selber drehen, ist mal was ganz anderes und es macht viel Spaß“, Jonas (11).

„Das ist eine tolle Abwechslung, macht Spaß und vor allem - man kann sich einsauen“, Tino (14).

Stefan Fries, Bild 1 von 3

Jonas (v.l.), Leon, Luca und Kim basteln an ihren Knetfiguren für einen Animationsfilm.

Wülfrath. Für eine Sekunde Film müssen die Jungen mindestens acht Bilder in ihrem Animationskino entstehen lassen. Eine wahre Sisyphusarbeit für die vier Elfjährigen Jonas, Leon, Luca und Kim im Samstagsatelier des Städtischen Gymnasiums.

Geduldig verschieben sie ihre selbst entworfenen Knetfiguren minimal für jedes Bild – das Ergebnis: ein eigener Animationsfilm.

Seit fünf Jahren gibt es das Kunstprojekt

„Wir haben hier ein Ufo, ein Alien und ein Männchen“, erklärt Leon die Handlung des Films. „Das Männchen wirft gleich einen Apfel nach dem Alien, worauf dieser zornig wird und das Männchen in den See schubst.“

Junge Talente kreativ zu fördern – darum geht es im Samstagsatelier des Gymnasiums. Das Projekt findet an acht Samstagen Jahr statt und dauert den ganzen Tag. „So können die Schüler sich auch einmal mehrere Stunden am Stück intensiv mit einer Arbeit oder einem Kunstwerk auseinandersetzten“, sagt Kunstlehrer Uli Köppen. Seit fünf Jahren findet das Projekt, begleitet von Lehrern und Künstlern, bereits statt.

Besonders talentierte Schüler werden ausgewählt

Dieses Jahr unterstützen Armin Hartenstein, Dozent für Malerei an der Uni Köln, und Künstlerin Julia Kröpelin (Uni Düsseldorf) das Samstagsatelier. Zusammen mit drei Lehrern betreuen sie rund 80 Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen. Wer teilnehmen darf, bestimmen die Kunstlehrer.

„In der Regel fragen wir nur Schüler, die besonders talentiert sind oder ein großes Interesse am Kunstunterricht zeigen“, sagt Köppen. An den Samstagen können sie dann verschiedene Bereiche wählen. Animationskino, plastisches Gestalten mit Gips, Zeichnen oder Malerei beispielsweise.

Maximilian (16) hat sich auch an diesem Samstag für das Malen entschieden. Er ist seit fünf Jahren mit dabei und mag den lockeren Umgang mit den Künstlern. „Oft dürfen wir sie duzen, die Atmosphäre ist sehr locker“, sagt er.

Auch für Künstler Armin Hartenstein ist die Arbeit mit den Schülern eine Bereicherung: „Die Freiwilligkeit, die Lebendigkeit und die große Ideenentwicklung sind beeindruckend.“ Am Ende des Schuljahres gibt es dann eine Ausstellung mit Werken aus dem Samstagsatelier.

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