Nachdem die Goethe-Passage gescheitert ist, soll aus Sicht der Sozialdemokraten ein Gesamtkonzept her, das die Vorgaben der Perspektivenwerkstatt berücksichtigt.

Aus dem Jahr 2006 stammt dieser Entwurf des Architekten Teherani: Der sah drei Baukörper auf dem Areal der heutigen Stadthalle vor, einen weiteren an der Schulstraße, in dem eine Veranstaltungshalle integriert werden könnte. Teherani hatte auch die Öffnung des Dieks zum Krapps Teich im Visier – ein Ergebnis der Perspektivenwerkstatt, dessen Positionen die SPD wieder mehr berücksichtigt wissen möchte.
Aus dem Jahr 2006 stammt dieser Entwurf des Architekten Teherani: Der sah drei Baukörper auf dem Areal der heutigen Stadthalle vor, einen weiteren an der Schulstraße, in dem eine Veranstaltungshalle integriert werden könnte. Teherani hatte auch die Öffnung des Dieks zum Krapps Teich im Visier – ein Ergebnis der Perspektivenwerkstatt, dessen Positionen die SPD wieder mehr berücksichtigt wissen möchte.

Aus dem Jahr 2006 stammt dieser Entwurf des Architekten Teherani: Der sah drei Baukörper auf dem Areal der heutigen Stadthalle vor, einen weiteren an der Schulstraße, in dem eine Veranstaltungshalle integriert werden könnte. Teherani hatte auch die Öffnung des Dieks zum Krapps Teich im Visier – ein Ergebnis der Perspektivenwerkstatt, dessen Positionen die SPD wieder mehr berücksichtigt wissen möchte.

Archiv Simone Bahrmann

Aus dem Jahr 2006 stammt dieser Entwurf des Architekten Teherani: Der sah drei Baukörper auf dem Areal der heutigen Stadthalle vor, einen weiteren an der Schulstraße, in dem eine Veranstaltungshalle integriert werden könnte. Teherani hatte auch die Öffnung des Dieks zum Krapps Teich im Visier – ein Ergebnis der Perspektivenwerkstatt, dessen Positionen die SPD wieder mehr berücksichtigt wissen möchte.

Wülfrath. Eine größere Identifikation der Wülfrather mit der Innenstadt strebt die SPD an. Dieses Ziel soll bei der Vermarktung des Rathaus-Areals im Blick gehalten werden. Das ist eine der Positionen, die die SPD-Fraktion auf ihrer Klausur am vergangenen Wochenende festzurrte.

Spitzen von Wülfrath pro und GWG nahmen an der Klausurtagung teil

Zur Tagung hatten sich die Sozialdemokraten externen Sachverstand dazu geholt: Neben Andreas Maul, Vorstandssprecher von Wülfrath pro, war auch GWG-Geschäftsführer Juan-Carlos Pulido dabei. Und nach den "vertrauensvollen Gesprächen", wie Fraktionsvorsitzender Manfred Hoffmann betonte, skizzieren die Genossen ihren Kurs.

Eine Kernforderung: Nach dem Scheitern der Goethe-Passage und der daher nötig gewordenen Neuorientierung müsse ein städtebauliches Gesamtkonzept für die Goethestraße zwischen Park- und Schillerstraße eingebracht werden. Damit verbindet die SPD zwei Vorgaben.

So sollen die Ergebnisse der Perspektivenwerkstatt neu berücksichtigt werden. "Das spielte beim letzten Entwurf des Investors für die Gothe-Passage keine Rolle mehr", so Hoffmann.

Außerdem fordert die SPD-Fraktion "einen Dreiklang aus Einzelhandel, Wohnen und Dienstleistung". Hoffmann: "Es soll niemand kommen, der nur auf Handel setzt."

Die SPD-Fraktion hat zur Finanzsituation der Stadt einen Grundsatzbeschluss gefasst. Darin hält sie fest, dass durch den Verkauf von städtischem Eigentum (Grundstücke, Immobilien, Gesellschaftsanteile) die gegenwärtige Finanzsituation nachhaltig nicht zu verbessern sei. Manfred Hoffmann: "Auf dem Markt sind zurzeit keine Erlöse zu erzielen." Daher bringe Eigentumsverkauf jetzt nichts. "Sparen heißt in dieser Situation, das Eigentum der Stadt und des Bürgers zusammenzuhalten und nicht für die Zinstlasten zu verfüttern."

Die Sozialdemokraten fordern "Land und Bund auf, die Kommunen von den Zinslasten zu befreien". Man stimme der Forderung nach einem "Rettungsschirm für die Kommunen" zu.

Mit der Neuaufstellung sollen auch Sünden der Vergangenheit behoben werden. So soll der demografische Wandel stärker als bisher berücksichtigt werden. Für die SPD ergibt sich daraus eine Priorität fürs "Wohnen in der Innenstadt".

"Die Menschen sollen in der Innenstadt einkaufen, wohnen - eben leben", so Hoffmann zur WZ. Experten würden von einer "hauseigenen Kundschaft" sprechen. Das trage in der Summe zu mehr Identifikation der Menschen mit der Innenstadt bei.

Stadthalle ist gewollt, doch auf einen Standort legt man sich nicht fest

Stellung bezieht die SPD auch zur Stadthalle. Sie bekräftigt, dass für eine wohnortnahe Versorgung auch kulturelle Angebote wichtig seien. "Deshalb ist eine Veranstaltungshalle in diesem Areal notwendig." Ob es sich dabei um die bestehende Halle oder eine andere Lösung handelt, lässt man offen. Hoffmann: "Da muss gerechnet werden."

Einer neuen, dann dritten Ausschreibung erteilt die SPD eine klare Absage. Für die Projektentwicklung stützt sie die von der Bürgermeisterin formulierte "Wülfrather Lösung". Dafür seien alle rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte zu prüfen.

Einigkeit herrscht zwischen SPD-Fraktion und Wülfrath pro darin, dass die Entwicklung einer Goethe-Passage für den zukünftigen Stadtentwicklungs- und Stadtmarketing-Prozess erforderlich ist.

Für Hoffmann steht darüber hinaus fest, dass über die Zukunft der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft in diesem Jahr befunden werden muss. Hoffmann erinnert daran, dass seine Fraktion schon vor zwei Jahren die Neuausrichtung gefordert hat. "Das ist von der Verwaltung bis heute inhaltlich nicht beantwortet worden."

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