Rund 2500 Exemplare der Velberter Stadtgeschichte sind verkauft. Ob es eine zweite Auflage geben wird, ist noch nicht entschieden. Löhr hat die letzten 500 Exemplare.

Die neue Stadtgeschichte ist ein Verkaufsschlager.
Die neue Stadtgeschichte ist ein Verkaufsschlager.

Die neue Stadtgeschichte ist ein Verkaufsschlager.

Simone Bahrmann

Die neue Stadtgeschichte ist ein Verkaufsschlager.

Velbert. Keine Abhandlung für historische Experten, sondern ein Buch, das viele Interessenten findet, wollte der Geschichtsverein mit "Velbert - Geschichte dreier Städte" schaffen. Und das ist vollauf gelungen: Rund 2500 der 3000 gedruckten Exemplare sind vor Weihnachten binnen kürzester Zeit über den Ladentisch gegangen.

Die restlichen 500 Exemplare der ersten Auflage hat die Buchhandlung Löhr aus Velbert vom Kölner Bachem-Verlag gekauft. Bei Löhr ist das fast 600 Seiten starke Werk damit noch erhältlich.

"Wir haben einen Rekord aufgestellt: Noch nie ist ein Buch beim Bachem-Verlag innerhalb von neun Tagen ausverkauft gewesen", sagt Professor Horst Degen, mit Stadtarchivar Christoph Schotten Herausgeber für den Geschichtsverein. Nach unfreiwilligen Verzögerungen erschien das Mammutwerk schließlich strategisch günstig kurz vor Weihnachten - und lag offenbar sehr zahlreich auf den Velberter Gabentischen.

Doch die Nachfrage hält an: "Zurzeit gibt es eine Nachkaufwelle. Man hat das Buch bei jemandem gesehen, der es zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, und will es jetzt selbst haben", so Degen.

Das bestätigt Buchhändler Horst Haaf, der Seniorchef von Löhr. "Das Buch kommt hervorragend an. Mit seinen vielen Abbildung und Infokästen es optisch äußerst gelungen gestaltet. Die Leute blättern, bleiben an einem Bild hängen und fangen an zu lesen."

Im ExtraRadio, dem Bürgerfunk an der VHS Velbert/Heiligenhaus, ist die Stadtgeschichte am Sonntag ab 19 Uhr Thema der Sendung "aufgelesen - zugehört" (Frequenz 97,6 MHz, Radio Neandertal).

Die Beiträge des Stadtgeschichtsbuchs stammen von Stadtarchivar Christoph Schotten (mit Professor Horst Degen Herausgeber für den Bergischen Geschichtsverein), Werner Fischer-Feldsee, Gerhard Haun, Eduard Neumer, Professor Bernd-A. Rusinek, Kurt Wesoly, Professor Volkmar Wittmütz, Wigrid Wohlmann und Stefan Wunsch.

Genau das hatte der Geschichtsverein beabsichtigt. Dass die sehr textlastigen Publikationen früherer Jahre bei weniger Geschichtsinteressierten meist im Regal verstauben, war den Machern durchaus bewusst. Für das neue Buch wurde deshalb eine moderne Aufmachung gewählt.

Nach der aufwändigen Arbeit ist man über die gute Resonanz natürlich hoch erfreut: "Wir haben überhaupt keine negativen Reaktionen bekommen", sagt Degen. Gespannt ist der Verein nun auf die Bewertung der Fachwelt. "Historische Fachzeitschriften erscheinen meist quartalsweise, deshalb sind bislang noch keine Rezensionen erschienen", so Degen.

Über einen Nachdruck denkt der Geschichtsverein zwar nach, entschieden ist aber noch nichts. Dass das Buch in der ersten Auflage zum Preis von 24,95 Euro angeboten werden konnte, war dem Entgegenkommen des Bachem-Verlages sowie erheblicher finanzieller Förderung der Stadt sowie der Sparkasse und des Landschaftsverbandes zu verdanken. Ansonsten hätte es 70 oder 80 Euro gekostet.

"Wir müssten also neue Unterstützer haben, um das Buch wieder zu sponsern", sagt Horst Degen. Zudem sei der Markt prinzipiell auf Velbert begrenzt. "Man muss sehen, wie sich die Nachfrage weiter entwickelt."

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer