Oft werden die Lecks erst bemerkt, wenn das Wasser aufgetaut ist.

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Wasserleitungen an Außenwänden oder im Keller sollten rechtzeitig gedämmt werden.

Wasserleitungen an Außenwänden oder im Keller sollten rechtzeitig gedämmt werden.

dpa

Wasserleitungen an Außenwänden oder im Keller sollten rechtzeitig gedämmt werden.

Velbert. Die knackigen Minustemperaturen in den vergangenen Tagen sorgen derzeit reihenweise für geborstene Wasserrohre und geplatzte Heizungen. Denn: Sind die Räume ungeheizt, hat der Frost leichtes Spiel. Wasser in Heizkörpern und Rohren friert ein, dehnt sich aus und lässt Leitungen reißen. Verstopft Eis die Leckage, tritt das Malheur erst mit dem Tauwetter zu Tage. Ein Dutzend Mal rückten allein die Velberter Brandschützer in den vergangenen Tagen aus, um Überflutungen in Wohn- und Firmengebäuden zu bekämpfen. Allein während der Feiertage musste die Feuerwehr zweimal wegen Wasserschäden ausrücken.

Doch was kann man gegen eingefrorene Leitungen tun? Heizungsbaumeisterin Simone Tüsselmann: "Gern vergessen werden auch Außenwasserstellen." Die 31-jährige Fachfrau der Nevigeser Sanitär- und Heizungsfirma Heribert Häger rät daher, rechtzeitig vor dem ersten Frost gefährdete Leitungen abzudrehen und zu entwässern. Gerade bei älteren Bauten liegen Wasserleitungen des Öfteren weiter außen in der Wand, hier sollte rechtzeitig Dämmung aufgetragen werden. In leerstehenden Räumen sollte die Heizung nie ganz abgeschaltet, die Temperatur vielmehr bei 15 Grand Celsius gehalten werden: "Das bekommt auch der Bausubstanz besser", sagt Tüsselmann. Ist das nicht möglich, müssen die Heizkörper entleert werden.

Vor dem Urlaub sollte der Hauptwasserhahn geschlossen sein

Bei längerer Abwesenheit etwa wegen Urlaub empfiehlt die Nevigeserin außerdem, den Hauptabsperrhahn der Wasserleitung zu schließen und das Hausleitungsnetz zu entwässern: "Das ist nicht nur sicherer, sondern auch hygienischer, als das Wasser über mehrere Wochen in der Leitung stehen zu lassen." Eine Vertrauensperson, die regelmäßig nach der Wohnung sieht, kann vielleicht rechtzeitig eingreifen, sollte bei extremen Temperaturen einmal die Heizung versagen.

Hat der Frost die Leitung bereits im Griff, sollte sie vorsichtig mit einem Heißluftgerät oder Fön wieder aufgetaut werden. Neben frostsicheren Armaturen gibt es inzwischen auch Wasserstoppgeräte, die am Hauptabsperrhahn der Wasserleitung installiert werden: "Die unterbrechen bei ungewöhnlicher Wasserabnahme sofort die Zufuhr."

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