Das Gelände am Oberdüsseler Weg ist für die forensische Klinik eine Alternative. Das Land will eine zügige Prüfung vornehmen.

Die Bergische Diakonie bietet ihr Gelände in Aprath als Standort für die forensische Klinik an. Archiv
Die Bergische Diakonie bietet ihr Gelände in Aprath als Standort für die forensische Klinik an. Archiv

Die Bergische Diakonie bietet ihr Gelände in Aprath als Standort für die forensische Klinik an. Archiv

Anna Schwartz

Die Bergische Diakonie bietet ihr Gelände in Aprath als Standort für die forensische Klinik an. Archiv

Wülfrath. Das Land NRW zieht die Bergische Diakonie Aprath als Standort für eine forensische Klinik durchaus in Erwägung. Deshalb wird eine vertiefende Prüfung der möglichen Eignung der Fläche der BDA vorgenommen. Das wurde Freitag Vormittag Bürgermeisterin Claudia Panke mitgeteilt, die sich in Düsseldorf über den Stand der Planungen informierte.

„Eine vertiefende Prüfung der Fläche in Aprath ist erforderlich.“
Stellungnahme des Ministeriums

Mit Vertretern der für den Maßregelvollzug in Nordrhein-Westfalen zuständigen Fachabteilung des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums und dem Landesbeauftragten für den Maßregelvollzug, Uwe Dönisch-Seidel, hat Freitag im Ministerium in Düsseldorf ein Informationsaustausch mit Panke stattgefunden. Anlass war das Angebot der BDA, dem Land auf ihrem Gelände in Oberdüssel ein Grundstück für die Errichtung einer forensischen Klinik für den Landgerichtsbezirk Wuppertal zur Verfügung zu stellen.

Die Kernfrage, ob das BDA-Areal gleich gut oder besser geeignet sein könnte als die zunächst vom Land benannte Fläche in Wuppertal/Müngstener Straße oder das sich derzeit nach einem Angebot der Stadt Wuppertal in der vertiefenden Prüfung befindende Grundstück Wuppertal „Kleine Höhe“, wurde nicht beantwortet. „Eine vertiefende Prüfung der Fläche in Aprath ist erforderlich“, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums. Diese soll – darüber herrschte Einvernehmen – zügig vorgenommen werden, bevor es zu einem weiteren Treffen kommt, an dem dann auch die BDA beteiligt sein soll.

„Ohne eine vertiefende Prüfung können keine fundierten Aussagen über die Eignung der Fläche für die Errichtung einer Klinik getroffen werden. Wir streben an, hier bis Anfang des nächsten Monats weiter zu sein“, sagte der Ministeriumssprecher.

Wülfrath ist erste Wahl bei einer Verlegung der Jugendeinrichtungen

„Ich verstehe das Interesse des Landes, das Angebot der Bergischen Diakonie gründlich prüfen zu wollen. Meine Aufgabe ist dabei jedoch, die Interessen der Bürger und der Stadt zu vertreten“, sagte die Bürgermeisterin.

Kurz vor Weihnachten bestätigte die BDA einen WZ-Bericht, dass das Land auch ein Grundstück am Oberdüsseler Weg für eine Forensik prüft. Würde diese Option ergriffen, müsste die Diakonie ihre Jugendeinrichtungen (wie Förderschule, Klinik und Wohneinrichtungen) verlegen. Dafür sei dann Wülfrath als neues Quartier erste Wahl, hatte BDA-Vorstand Pfarrer Jörg Hohlweger gegenüber der WZ betont.

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