Die Wehrleute unterstützen ehrenamtlich den Bauhof und verlegen ihren Übungsabend an den Radweg.

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Gefährlich: Die umgestürzten Bäume stehen meist unter großer Spannung und entladen diese beim Zersägen.

Gefährlich: Die umgestürzten Bäume stehen meist unter großer Spannung und entladen diese beim Zersägen.

Simone Bahrmann

Gefährlich: Die umgestürzten Bäume stehen meist unter großer Spannung und entladen diese beim Zersägen.

Wülfrath. „Wenn wir der Stadt helfen können, machen wir das gerne“, sagt Feuerwehrfrau Stephanie Müller und marschiert in Richtung Einsatzort. Kein Brand, keine Ölspur, kein Keller unter Wasser – ein mächtiger Baum hat sich quer über die Trasse des Panoramaradwegs bis auf das Gelände der Gießerei Lindner gelegt. Statt des regulären Übungsabends rückt die Wehr aus – um Schäden des Pfingstunwetters zu beseitigen.

Mit 38 Mann an vier verschiedenen Orten im Einsatz

An gleich vier Stellen im Stadtgebiet versammeln sich kleine Trupps der Freiwilligen Feuerwehr an diesem Dienstagabend: im Bereich Grünzug Kastanienallee, im Stadtpark und an zwei Punkten des Radwegs. „Insgesamt 38 Kräfte sind im Einsatz“, sagt Stadtbrandmeister Guido Grossmann. Der Bauhof sei nach dem Unwetter derart überlastet, „da springen wir eben zur Seite“, fügt er hinzu. Sein Stellvertreter Matthias Mausbach ist mittendrin am Panoramaradweg – mit der Kettensäge im Anschlag steht er in der ersten Reihe.

Auch wenn der Weg auf der Trasse der Niederbergbahn offiziell noch aus Sicherheitsgründen gesperrt ist, muss festgestellt werden, dass viele Bürger das ignorieren. Walker steigen an gekippten Bäumen vorbei. Ein Mann klettert durch die dichte Krone des Baumes, den Mausbach gleich zerkleinern wird. Wenig später muss er zur Seite springen, weil von hinten ein Radfahrer angebraust kommt. Nicht nur die Bäume sind eine Gefahr – sogar auf einem gesperrten Weg.

Bevor die Wehrleute zupacken und Holzstämme beiseite schaffen können, muss Mausbach den Weg frei- und den Baum zersägen. „Hier liegt noch soviel rum, da muss man helfen“, sagt er – und setzt die Säge an. Gleichmäßig frisst sie sich durch den gar nicht dünnen Stamm. Kaum ist dieser zweigeteilt, schwingt ein Teil hoch und schlägt beinah aus. „Ganz schön viel Druck drauf“, stellt Mausbach fest. Vorsicht ist angesagt.

Das gilt auch für die Jugendfeuerwehr, die ihren Übungsabend am Mittwoch in den Stadtpark verlegt hat: Grünpflege!

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