Die Parkschule hat in Kooperation mit der Feuerwehr eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen.

Feuerwehrmann Tim Kirschner hat das Löschfahrzeug LF 20-3 auf den Schulhof gefahren und erklärt den sechs Jungen und zwei Mädchen der Arbeitsgemeinschaft das Material – unter anderem die große Kettensäge.
Feuerwehrmann Tim Kirschner hat das Löschfahrzeug LF 20-3 auf den Schulhof gefahren und erklärt den sechs Jungen und zwei Mädchen der Arbeitsgemeinschaft das Material – unter anderem die große Kettensäge.

Feuerwehrmann Tim Kirschner hat das Löschfahrzeug LF 20-3 auf den Schulhof gefahren und erklärt den sechs Jungen und zwei Mädchen der Arbeitsgemeinschaft das Material – unter anderem die große Kettensäge.

Simone Bahrmann

Feuerwehrmann Tim Kirschner hat das Löschfahrzeug LF 20-3 auf den Schulhof gefahren und erklärt den sechs Jungen und zwei Mädchen der Arbeitsgemeinschaft das Material – unter anderem die große Kettensäge.

Wülfrath. Da lässt sich Daan nicht zweimal bitten. Beherzt packt der achtjährige Parkschüler zu, stellt sich breitbeinig hin und richtet den Schlauch nach vorne – wie ein richtiger Feuerwehrmann.

Daan gehört zu den sechs Jungen und zwei Mädchen, die in der ersten Feuerwehr-AG der Parkschule mitmachen. „Das ist ein Versuch. Mal sehen, wie sich das entwickelt“, sagt Feuerwehrmann Tim Kirschner.

Löschfahrzeug parkt direkt vor dem Schulgebäude

Auf ein Schulhalbjahr ist der erste Kurs zunächst ausgelegt. Einmal in der Woche befassen sich die acht Schüler mit einem speziellen Feuerwehr-Thema. Diesmal steht das Löschfahrzeug LF 20-3 auf dem Schulhof.

Laszlo Hegedüs, selbst Mitglied der Wehr, hat den Koloss vor die Schule gefahren. „Dürfen wir mal rein?“, „Guck mal die fette Säge!“, „Boah, ist der hoch.“ Der rote Wagen kommt an. „Es soll ja auch Spaß machen“, sagt Kirschner.

Mehr als ein Jahr lang haben Schulleiterin Dagmar Hirsch-Neumann und Kirschner über die AG nachgedacht, bis sie letztlich jetzt nach den Ferien gestartet ist. „Das ist für uns ein Glücksfall. Tim ist nicht nur Feuerwehrmann, er ist auch Mitglied in unserem Ogata-Team“, sagt die Lehrerin.

Die Jugendfeuerwehr übt jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr in der Wache an der Wilhelmstraße. Kinder ab zehn Jahre sind willkommen.

Die Freiwillige Feuerwehr hat dienstags ab 19.30 Uhr ihren Übungsabend. Interessenten sind jederzeit willkommen.

Diese Doppelfunktion hat die Einführung der AG begünstigt. Hirsch-Neumann: „Und wir verstehen das auch als Werbung für unsere Feuerwehr.“

Das sieht Kirschner, der Sicherheitstechnik studiert, nicht anders. „Wir brauchen für Freiwillige Nachwuchs. Das wird immer schwieriger. Wir müssen die Mädchen und Jungen für die Wehr begeistern, bevor sie sich für andere Hobbys entschieden haben“, sagt er – eine AG an einer Grundschule könnte ein guter Weg sein.

Einige Kinder wissen schon, dass sie zur Jugendfeuerwehr wollen

Zumindest kann er auf erste Erfolge verweisen. „Zwei Jungs sind schon beim Übungsabend der Jugendwehr gewesen.“ Dahin will auch Johanna. „Ich möchte mehr über die Arbeit der Feuerwehr erfahren. Deshalb bin ich in die AG gegangen“, sagt das Mädchen, das heute seinen neunten Geburtstag feiert.

Und sie habe auch schon viel gelernt, „zum Beispiel, dass man im Brandfall tief unten auf dem Boden kriechen muss, weil der giftige Rauch zuerst nach oben steigt“. Für sie steht fest, dass sie später zur Jugendwehr möchte. Das ist auch für Jan Merlin (9) längst geklärt: „Ich gehe sogar zur Berufsfeuerwehr.“ Daan ist da noch nicht so sicher. „Vielleicht. Mal gucken.“ Die Aktion mit dem Schlauch ist da schon motivierend.

Stadtbrandmeister Guido Grossmann ist von der AG begeistert. „So etwas tut der Wehr einfach gut.“ Auf diesem Weg wolle man weitergehen. „Wir können uns so von der besten Seite zeigen“, fügt er hinzu. Das ist auch das Anliegen von Dagmar Hirsch-Neumann: „Nach den ganzen Personaldiskussionen können wir als Schule auch dazu beitragen, die Feuerwehr positiv ins Bewusstsein der Bürger zu rücken.“

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer