Die Kalkstadt-Narren suchen noch Teilnehmer für den Rohdenhauser Zug. Die Programme für Prunksitzung und Rosenmontagsparty stehen.

Karneval
Der Karnevalszug in Rohdenhaus soll wieder ein jeckes Ereignis werden. Dazu werden aber noch Teilnehmer gesucht. Unser Foto zeigt den Geburtstagswagen, mit dem sich der Männergesangverein 2009 einreihte. Archiv

Der Karnevalszug in Rohdenhaus soll wieder ein jeckes Ereignis werden. Dazu werden aber noch Teilnehmer gesucht. Unser Foto zeigt den Geburtstagswagen, mit dem sich der Männergesangverein 2009 einreihte. Archiv

Simone Bahrmann

Der Karnevalszug in Rohdenhaus soll wieder ein jeckes Ereignis werden. Dazu werden aber noch Teilnehmer gesucht. Unser Foto zeigt den Geburtstagswagen, mit dem sich der Männergesangverein 2009 einreihte. Archiv

Wülfrath. „Es ist traurig, aber nicht hoffnungslos. Man muss verschiedenen Leuten immer ein bisschen in den Hintern treten“, sagt Klaus-Ulrich Jansen, Präsident der Kalkstadt-Narren. Denn bisher haben sich erst zwölf Gruppen für den Rosenmontagszug am 7. März angemeldet. Und durch den Abgang der Tanzgarden nach Velbert fehlt bisher vor allem das tänzerische Element. Aber Jansen weiß: Erst weit nach Weihnachten beginnt die heiße Anmeldephase. Auf der Kippe stehe der Umzug nicht.

„Von denen traut sich keiner.“

Klaus-Ulrich Jansen, Präsident der Kalkstadt-Narren, zum Umstand, dass kein Wülfrather bei der Prunksitzung in die Bütt steigt

Der Zug durch Rohdenhaus kann bis zu 30 Teilnehmer aufnehmen. „Wird er noch größer, beißt er sich selbst in den Schwanz“, sagt Jansen. 22 bis 25 Gruppen sind es in den letzten Jahren regelmäßig gewesen. Was Klaus-Ulrich Jansen wundert, ist, dass in anderen Städten sogar Gebühren von den Teilnehmern bezahlt werden, damit sie überhaupt mitmachen können. „Wenn wir das hier einführen, stirbt die Sache“, vermutet er.

Was die fehlenden Teilnehmer angeht, sind die Narren für alles offen. Eine maskierte Fußgruppe würde Jansen gerne sehen, das habe etwas von der süddeutschen Fastnacht. Und natürlich eine Tanzgruppe. Denn nachdem die Wülfrather Tänzer sich im vergangenen Jahr nach Velbert verabschiedet haben, liegt der Zug in dieser Richtung brach. Auch ortsfremde Gruppen könnten die Lücke füllen. So hatte vor einiger Zeit bereits die Mettmanner Tanzschule Kraus mitgemacht.

Sicherheit geht vor: Fahrzeuge müssen von „Ordnern“ begleitet sein

Nach der Katastrophe bei der Loveparade im letzten Jahr wird auch der Karneval in Wülfrath von neuen Sicherheitsbestimmungen geprägt. Neben dem Nachweis einer Haftpflichtversicherung müssen die Veranstalter vor allem sicherstellen, dass viele Menschen als „Ordner“ mithelfen. Die sollen vor den Fahrzeugen marschieren und dafür sorgen, dass im Strom des Zuges niemand zu Schaden kommt.

Um Rohdenhaus zu beleben, gibt es zwei weitere traditionelle Veranstaltungen im Paul-Ludowigs-Haus. am Freitag, 4. März, wie immer zunächst die Prunksitzung. Dort tritt unter anderem der Moerser Entertainer Dirk Elfgen auf. Narren-Präsident Jansen bedauert, dass kein Wülfrather am Programm beteiligt ist. „Von denen traut sich keiner“, sagt Jansen, der gerne Lokalkolorit auf die Bühne gebracht hätte. Nach dem Programm, gegen 23.30 Uhr, wird erstmals wieder Stimmungsmusik von Discjockeys gespielt. „Wir wollen, dass die Leute durchtanzen“, sagt Mitveranstalter Andreas Schulz.

Rosenmontagsparty wie immer im Paul-Ludowigs-Haus

„27 Jahre heiter – KSN macht trotzdem weiter“ haben sich die Wülfrather Narren für diese Session ausgesucht.

Die Karnevalssitzung ist am Freitag, 4. März, ab 19.11 Uhr im Paul-Ludowigs-Haus. Von 450 Karten sind laut Veranstalter bereits 270 verkauft. Tickets zum Preis von 21, 23 und 25 Euro gibt es bei Catering Schulz, Telefon 02058/73451, Elvira Jansen, Telefon 02058/3912, und bei Lotto Schlüter.

Der Zug durch Rohdenhaus beginnt um 15 Uhr. Zur gleichen Zeit öffnet das Paul-Ludowigs-Haus seine Pforten zur großen Rosenmontagsparty. Der Eintritt kostet neun Euro inklusive zwei Freigetränken (außer Longdrinks). Für Kinder unter 14 Jahren ist Begleitung Erwachsener Pflicht.

 

Schulz wird selbst gehörig in Bewegung bleiben, denn am Rosenmontag lädt er zum elften Mal an gleicher Stelle zur großen „After-Zug“-Party ein. Auch Schulz und seine Gäste sind von erhöhten Sicherheitsauflagen betroffen. „Wegen gestiegener Kosten für die Sicherheit müssen wir den Preis um einen Euro erhöhen“, kündigt er an. Für die Unterhaltung sorgen wie immer DJ’s und eine Live-Trommelgruppe.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer