Die Verbindung von Nord-Erbach und Kocherscheidt erschließt auch neue Gewerbeflächen.

Aktuell wird der Kanal in der Kruppstraße erneuert. Im Sommer sollen die Straßenbauarbeiten beginnen. Ende des Jahres könnte die Straße für den Verkehr freigegeben werden.
Aktuell wird der Kanal in der Kruppstraße erneuert. Im Sommer sollen die Straßenbauarbeiten beginnen. Ende des Jahres könnte die Straße für den Verkehr freigegeben werden.

Aktuell wird der Kanal in der Kruppstraße erneuert. Im Sommer sollen die Straßenbauarbeiten beginnen. Ende des Jahres könnte die Straße für den Verkehr freigegeben werden.

Simone Bahrmann

Aktuell wird der Kanal in der Kruppstraße erneuert. Im Sommer sollen die Straßenbauarbeiten beginnen. Ende des Jahres könnte die Straße für den Verkehr freigegeben werden.

Wülfrath. Eine schäbige, enge Schlaglochpiste, die selbst trotz laufender Kanalarbeiten als Schleichweg genutzt wird: Das ist das Verbindungsstück zwischen den Gewerbegebieten Nord-Erbach und Kocherscheidt. Und der Weg ist Teil der seit mehr als zehn Jahren geplanten nördlichen Umgehungsstraße. In der Vergangenheit hatten die Bürgermeister Ulrich Eilebrecht und Barbara Lorenz-Allendorff die Realisierung dieses Lückenschlusses angekündigt – ohne aber Zugriff auf die nötigen Flächen zu haben. Das ist erledigt.

Unter Federführung von Bürgermeisterin Claudia Panke wurden die Grundstücksgeschäfte in trockene Tücher gebracht. Die Verbindung kann gebaut werden. „Wenn alles glatt geht, könnte die Straße Ende dieses Jahres für den Verkehr frei gegeben werden“, so stellvertretender Tiefbauamtsleiter Frank Klatte zur WZ.

700 Meter Straße werden neu gebaut – für 1,6 Millionen Euro

Auf Jahre, kündigt Klatte an, werde das der letzte echte Straßenneubau in Wülfrath sein: 700 Meter auf freiem Feld. 1,6 Millionen Euro sind als Investitionskosten veranschlagt. 65 Prozent davon tragen die Zuschussgeber von Bund und Land. Binnen von sechs Monaten soll das Bauwerk fertig sein. Baustart: in diesem Sommer. Durch diese Straße soll die innerstädtische Wilhelmstraße von Schwerlastverkehr entlastet werden.

Wirtschaftsförderer Karsten Niemann erwartet außerdem positive Effekte für den Gewerbestandort Wülfrath. „Die Geschäftsleute warten doch darauf, dass die Anbindung besser wird“, weiß er, dass die Vermarktung bestehender Immobilien zum Beispiel an der Kruppstraße neue Chancen erfahren dürfte. Außerdem würden durch die Verbindung zusätzliche Gewerbeflächen erschlossen. Kurzfristig könnte auf ein bis zwei Hektar zugegriffen werden. Weitere drei Hektar seien in Privatbesitz. „Auch da wäre eine Gewerbeansiedlung möglich.“

Rund zwei Jahre, so Panke auf WZ-Nachfrage, hätten die Grundstücksverhandlungen gedauert. Auch ein Gutachter war eingeschaltet. „Es waren vertrauensvolle Gespräche. Deren Erfolg ist gut für Wülfrath“, urteilt die Bürgermeisterin. An der Realisierung des Teilstücks der Nordumgehung hänge viel, merkt sie an. „Auch die untere Dieselstraße kann endlich ausgebaut werden. Das ist ein Segen für die anliegenden Unternehmen“, ist sich Claudia Panke sicher.

Offiziell heißt sie „verkehrliche Anbindung der Gewerbegebiete ans überörtliche Straßennetz“. In Wülfrath ist sie besser als nördliche Umgehung Wülfraths bekannt. Sie führt vom Kreisverkehr Asbrucher Straße bis zur Meiersberger Straße. Die sogenannte Nordumgehung besteht aus sechs Abschnitten – von A bis F.

Der erste und der letzte Abschnitt sind bereits realisiert: die Verbindung von Flandersbacher und Meiersberger Straße (Zur Fliethe) und Kreisverkehr Asbrucher Straße mit der Anbindung bis zur Dieselstraße.

 

Die letzten Teilstücke: Dieselstraße bis Kruppstraße (sollte eigentlich in 2006 gestartet werden), Kruppstraße bis Röntgenstraße, Röntgenstraße bis Velberter Straße sowie Velberter Straße bis Flandersbacher Straße.

 

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