Die Verwaltung macht eine Rolle rückwärts. An der Kamperstraße sollen noch im Januar die Poller entfernt werden.

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Die Stadt will die Poller in der Kamperstraße entfernen.

Die Stadt will die Poller in der Kamperstraße entfernen.

Sabine Bahrmann

Die Stadt will die Poller in der Kamperstraße entfernen.

Langenberg. Die Kamperstraße in Langenberg ist ein gefährliches Pflaster für Kotflügel und Stoßstangen. Die kniehohen Poller, die gegenüber eines SB-Marktes den Park vom Fußgängerbereich abgrenzen sollen, verschwinden nämlich beim Ein- und Ausperken im toten Winkel. Etliche Autofahrer haben sich über teure Beulen und Kratzer geärgert.

Nach einem Bericht unserer Zeitung im Sommer lenkte Verkehrsplaner Reiner Jadjewski von den Technischen Betrieben Velbert (TBV) schließlich ein. "Wir wollen die alten Poller abbauen und sie durch biegbare Kunststoff-Poller ersetzen", sagte Jadjewski damals. geschehen ist seither nichts.

Die biegsamen Poller haben nicht die nötige Haltbarkeit, sagt Sulimma

Doch das soll sich jetzt ändern. Allerdings ganz anders als geplant. "Wir halten biegsame Poller aus Kunststoff nicht mehr für die optimale Lösung", sagt Arnd Sulimma, Sachgebietsleiter Straße bei den TBV.

Er und seine Kollegen haben sich schlau gemacht. über Qualität und Preise der Kipp-Poller, und: "Die in Frage kommenden Produkte haben unseren Anforderungen nicht entsprochen. Es hat auch nicht an den Kosten gelegen, die Haltbarkeit war nicht gegeben", sagt Sulimma. Noch vor Weihnachten hätten er und seine Kollegen deswegen beschlossen, die Poller ganz zu entfernen. Nach Sulimmas Aussage soll das noch im Januar geschehen.

Die TBV bleiben auf den Reperaturkosten sitzen

Denn letztendlich sind die aus dem Auto unsichtbaren Hindernisse nicht nur den Fahrern lästig geworden. "Es ist auch eine Kostenfrage für die Stadt. Denn wir müssen die an- und umgefahrenen Poller ja immer wieder Instand setzen", sagt Sulimma. Mindestens sechs Mal ist das im vergangenen halben Jahr passiert.

Kurt Gießmann freut sich über die Rolle rückwärts der TBV. Im vergangenen Jahr hatte er sich an einem der Poller Kotflügel und Frontschürze seines Wagens demoliert, der Schaden belief sich auf 3000 Euro. "Das ist eine freudige Nachricht, schließlich Parke ich da zwei mal die Woche", sagt Gießmann.

Durch den Abbau der Eisenpoller würde allerdings auch die Begrenzung zwischen Fußgängerweg und Parkfläche wegfallen. Ist da die Sicherheit der Passanten noch gewährleistet? Denn das Pflaster des Fußwegs ist hier eben, eine Grenze nicht erkennbar.

Einen normalen Gehsteig für Fußgänger gibt es zwar immer noch auf der anderen Straßenseite gewährleistet. Nur benutzte diesen bisher kaum ein Bürger, alle die zum Supermarkt wollen, auf der anderen Seite gehen. TBV-Straßen-Chef Arnd Sulimma appelliert an die Autofahrer: "Auf einer Parkfläche gilt immer das Prinzip gegenseitiger Rücksichtnahme."

Würde das klappen, hätte die Langenberger Poller-Posse ein Ende und die Zeit des Ärgers und der Blechbeulen an der Kamperstraße wäre endlich vorbei.

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