2016 beginnt die Neugestaltung. Ideen gibt es reichlich.

Planung
Sackgasse Südstraße: Im Rathaus werden Überlegungen angestellt, wie diese Situation verändert und die Südstraße an die Wilhelmstraße angebunden werden kann.

Sackgasse Südstraße: Im Rathaus werden Überlegungen angestellt, wie diese Situation verändert und die Südstraße an die Wilhelmstraße angebunden werden kann.

Zukunftsmusik: Die Wilhelmstraße zwischen Heumarkt und Bahnhofstraße soll ein attraktiver Boulevard werden. Für 2016 kündigt die Stadt den Start der Arbeiten an.

Simone Bahrmann, Bild 1 von 2

Sackgasse Südstraße: Im Rathaus werden Überlegungen angestellt, wie diese Situation verändert und die Südstraße an die Wilhelmstraße angebunden werden kann.

Wülfrath. Der Boulevard lässt auf sich warten: Der Umbau der Wilhelmstraße zwischen Heumarkt und Einmündung Bahnhofstraße kommt später. Im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms (Step) war die Maßnahme auf 2015 terminiert. Nun soll’s 2016 werden. „Die Verschiebung liegt daran, dass wir die Schaffung eines zentralen, attraktiven Spielplatzes im Bereich In den Banden vorziehen wollen“, so Julia Kunz, stellvertretende Leiterin des Planungsamtes, im Gespräch mit der WZ.

Die Detailplanung steht noch aus

Wie aus den Augen verloren – so wirkt das kurze Straßenstück zwischen Heumarkt und Bahnhofstraße: Die Leerstände nehmen zu. Auch das Reisebüro wird wegziehen – in die Fußgängerzone. Nicht nur die leeren Ladenlokale sind Beleg dafür, dass an dieser zentralen Stelle der Innenstadt etwas passieren muss.

Ideen gibt es reichlich. „Sie sind auch nicht verworfen, sondern nur aufgeschoben“, betont Kunz. Detailausführungen liegen allerdings nicht vor. Aber die Grundkonzeption ist im Step längst formuliert.

Die Wilhelmstraße soll zum Stadtboulevard werden. Heute, das haben die Gutachter fürs Step festgestellt, verfügt die Wilhelmstraße über keinerlei Aufenthaltsqualität. Und das soll sich ändern. Der Einbahnverkehr wird dabei beibehalten. Aber beide Seiten der Fahrbahn sollen durch Bäume geschmückt werden, um dem Straßenzug einen Alleecharakter zu geben.

„Das Schrägparken wird aber verschwinden“, sagt Kunz. Eine Veränderung ist auch für die Bürgersteige vorgesehen. Sie sollen breiter werden, um ein Flanieren zu ermöglichen. „Wie genau das aussehen wird, ist aber noch nicht entschieden“, merkt Julia Kunz an. Während die Fahrbahn asphaltiert bleiben wird, ist für den Fußgängerbereich eine Pflasterung vorgesehen, die sich der anpassen wird, die für die Goethestraße vorgesehen ist.

Auch die Bahnhofstraße und die Südstraße stehen im Fokus

Im Stadtentwicklungsprogramm (Step) werden die Mängel der Wilhelmstraße zwischen Bahnhofstraße und Heumarkt klar benannt. Der „Hinterhofcharakter“, der durch die Lieferzufahrt Pennymarkt entsteht, wird ebenso kritisiert wie die Baulücke, die als Parkplatz genutzt wird.

Die Gutachter schlagen im Step eine Bebauung des heutigen Parkplatzes vor. Auch für die Penny-Zufahrt sehen die Experrten Perspektiven durch Einbauten. Flankierend mahnen sie aber auch Geschäftsflächenmanagement und eine konkrete Stadtbildpflege an.

Das Step wurde 2009 einstimmig vom Rat beschlossen. Der Umbau Spring und die Gestaltung der Fußgängerzone gehören auch zum Programm. Interessierte können sich das komplette Step (mehr als 130 Seiten) im Internet downloaden.

Mit der Aufwertung dieses Bereichs der Wilhelmstraße ist mit der optischen und funktionalen Veränderung der Innenstadt aber noch lange nicht Schluss. Das unterstreicht Julia Kunz. Mit der Bahnhofstraße, die über einen Kreisverkehr an die Mettmanner Straße angebunden werden soll, steht ab 2017 ein dicker Brocken auf der Agenda.

Auch die von Verkehrsplanern als unglücklich eingestufte Situation der Wilhelmstraße im Bereich Südstraße steht auf der Liste. „Ein Rückbau der aufgeschütteten Wilhelmstraße im Ampelbereich ist eher keine Option“, so Kunz’ aktuelle Einschätzung. Dennoch wird im Rathaus intensiv darüber nachgedacht, wie die Südstraße an die Wilhelmstraße angebunden werden könnte.

Bekanntlich stehen in den kommenden Jahren einige Bauprojekte an, die auch über die Südstraße erschlossen werden sollen. „Eine Südstraße, die an die Wilhelmstraße angebunden ist, könnte zur Verteilung des Verkehrs beitragen“, sagt Kunz. Aber auch hier gilt: Konkrete Planungen gibt es nicht – aber auch keine Denkverbote.

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